Social Media Marketing – Wer soll den Dialog mit der Zielgruppe führen

0 Flares 0 Flares ×

Wer in einem Unternehmen im Bereich Social Media die Aufgabe hat mit den Kunden zu kommunizieren, scheint nur auf den ersten Blick klar zu sein. Die Marketer und Unternehmenskommunikatoren bieten sich im ersten Moment für diesen Dialog an, schließlich haben die gelernten Kommunikatoren schon immer die Aufgabe gehabt, den Markt mit Marken- und Unternehmensbotschaften zu versorgen, doch diese Entscheidung ist nur auf den ersten Blick richtig. Haben doch die klassischen Marketer immer nur gesprochen und nur selten zugehört. In Social Media sind die Zeiten von den guten alten Push-Kampagnen ohne Rückkanal vorbei. Social Media führt Marketer in eine völlig neue und andere Kommunikationsumgebung. Hier befinden sich Unternehmen, Marken und Kunden auf einer Ebene und wirken wechselseitig aufeinander. Dieser gegenseitige Einfluss auf Augenhöhe bedeutet für Marketing und Unternehmenskommunikation einen authentischen Dialog mit den Kunden zu führen, doch authentisch zu kommunizieren fällt Marketern oft noch schwer.
Vor dem Hintergrund der sich immer stärker verändernden Mediennutzung der Zielgruppen, sollten sich die Entscheider vielleicht besser früher als später von der Vorstellung lösen, dass nur das Marketingdepartment und die Unternehmenskommunikation in ihren Unternehmen in den Dialog mit der Außenwelt treten. Ein in Social Media gut vernetzter Produktentwickler kann eine höhere Reichweite und mehr Aufmerkamkeit auf sich ziehen als so manche Anzeigenkampagne. Anstatt dass Entscheider in so einem Umstand eine Bedrohung sehen, sollten sie dieses vielmehr als Chance betrachten. Charlene Li spricht in ihren Vorhersagen für das Jahr 2009:

everybody becomes a marketer…their front line workers will go about quietly, unobtrusively interacting with customers, partners, and other employees within their social networks. Examples like @comcastcares Frank Eliason or „Nuts About Southwest“ blogger Gordon Guillory (who is a mechanical engineer) point to the democratization of social media within the enterprise.

Wahrscheinlich sind es die Mitarbeiter wie Guillory von Southtwest, die einem Unternehmen helfen ihre Botschaften wirklich „social“ zu machen. Auch Rohit Bhargava sieht in diesem Weg von Charlene Li eine gute Möglichkeit Marken und Unternehmen im Umfeld von Socia Media stattfinden zu lassen.

Find a way to embrace your accidental spokespeople. In the social media era, anyone can be a spokesperson for your brand, from regular employees to passionate customers. Find a way that your brand can connect with these voices and amplify them.

Rohit geht bei seinem Vorschlag aber noch einen Schritt weiter, vielleicht sollten Marketer auch ihre eigene Zielgruppe als Multiplikator in Betracht ziehen.

Es ist egal, ob es nun ein gut vernetzter und passionierter Kunde oder  ein Mitarbeiter ist. Der Marketingerfolg für Unternehmen wird in den nutzergenerierten Kanälen durch diese Aktivitäten gesteigert. Durch diese Weise erzeugt man authentische Kommunikation mit Kunden, die auch wahrgenommen wird. Doch die Alternative für Unternehmen, aus Angst vor Kontrollverlust der Markenbotschaft online nicht mit den Kunden zu kommunizieren,  ist keine wirkliche Alternative. Markenkommunikation findet auch in Social Media statt und sie wird immer intensiver werden. Daher wird es sich kein Unternehmen leisten können dem direkten und authentischen Kundendialog aus dem Weg zu gehen. Nichts ist schlimmer als an der öffentlichen Diskussion um die eigene Marke nicht mehr teilzuhaben.

0 Flares Facebook 0 Twitter 0 Google+ 0 LinkedIn 0 Email -- 0 Flares ×
2 Antworten
  1. David Nelles
    David Nelles says:

    Hi Valentin,

    ich denke auch, das Unternehmen in Deutschland für den Bereich Social Media sicherlich noch externe Unterstützung brauchen. In deutschen Unternehmen fehlen halt Persönlickeiten wie Monty Scott oder ein Frank Eliason, die ein Gefühl für Social Media haben und wissen was social ist. Dieser Umstand ist aber nicht in Stein gemeißelt. Unternehmen werden sich mittelfristig mit themenaffinen Personal ausstatten – da bin ich mir ganz sicher.

    Antworten
  2. Valentin
    Valentin says:

    Ich halte es für fatal, wenn Corporate Communications oder Marketing meinen, prima, das neue Dings da, dieses Social Media, das machen wir mal hübsch allein. Das ist doch unser Ding, kommunizieren.

    Aber: Ich halte sehr viel davon, wenn die Unternehmenskommunikation (eher als die sendungsbewussten Marketer), sich als eine Art Agentur im eigenen Hause aufstellt. Denn wahlloses Rumgestocher im Social Web wird es auf Dauer auch nicht bringen. Die Kommunikation kann dabei Hilfe anbieten, Informationen sammeln, auch mal Regeln aufstellen und so weiter und so fort.

    Quasi als Mediator wirken – eine Rolle, die immer wieder Spaß macht…

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *