Google+ – kann der Suchgigant Facebook ersetzen?

By ethority - social media intelligence team
In Juli 4, 2011
In der Vergangenheit hatte Google mit neuen Diensten wie Wave oder Buzz weniger Glück bei den Nutzern gehabt. Während Wave eingestellt wurde, dümpelt Buzz noch vor sich hin. Mit Google+ greift der Suchmaschinengigant direkt Facebook an. Das Netzwerk hat sich mit seiner enormen Mitgliederzahl zum größten Konkurrenten bei den Werbetreibenden entwickelt. Ein wenig orientiert sich Google+ aber auch an Twitter, Diaspora oder Skype.

g+

Google+ als Facebook-Killer zu bezeichnen ist ebenso anmaßend wie seit Monaten jedes neue Smartphone als iPhone-Killer zu titulieren. Google+ startet auf Invite-Basis, also mit einem stark eingeschränkten Nutzerkreis. Laut Gerüchten sollen bereits rund 500.000 User auf G+ aktiv sein. Auf den ersten Blick wirkt Google+ schlanker, durchdachter und einfacher als Facebook;  je nach Nutzervorliebe auch mehr oder weniger intuitiv. Im Prinzip kann man Google+ in vier Bereiche unterteilen: Circles, Hangouts, Sparks und Stream.

Circles – deine Freundesliste
Wenn man sich mit seinem Google-Konto angemeldet hat, kann man Freunde suchen und in Circles verschieben. Zum Beispiel kann man Freunde und Kollegen trennen um so seinen Stream (Neuigkeiten) sauber zu trennen. Allerdings ist ein Google-Konto Pflicht für alle, die sich bei G+ anmelden möchten; ein Invite an eine andere Mailadresse funktioniert zwar, allerdings muss sich der Angeschriebe dann bei Google registrieren.

Hangouts
Videochats mit 10 Kontakten – erinnert stark an Skype, das ebenfalls Videochats ermöglicht.

Sparks
Sparks ist eine Art News-Aggregator bezeichnen. Suchergebnisse liefern relevante Newsfeeds, ähnlich den Fanpages bei Facebook. Die Suchergebnisse lassen sich mit der Kontaktliste teilen.

Stream
Stream haißt die Timeline bei Google+. Sämtliche News, die von den Kontakten oder Newsquellen wie Sparks gepostet werden laufen hier ein; eine Selektierung nach Circles ist ebenso möglich wie direktes Antworten, +1’en oder sharen.

Das Thema Measurement
Was bei Facebook die Likes sind, ist bei Google +1.

Während Likes im Web auch ohne Registierung sichtbar sind, sind die +1 Aktivitäten noch nicht offen zugänglich. Dies ist nur manuell auf Google+ möglich; hier laufen die Themen ein, denen man ein +1 im Web gegeben hat. Jedoch werden Beiträge, die innerhalb von Google+ mit einem +1 versehen werden, nicht identisch mit den +1 Interaktionen auf Webseiten getrackt. Entweder hat Google dies bisher verschlafen oder es kommt nach der Invite-Phase dazu.

Fazit: Facebook-Nutzer werden mit Sicherheit nicht die Koffer packen und uniue zu Google+ wechseln. Es wird sich zeigen, ob Google hier wirklich User abgreifen kann oder eher mit Facebook parallel läuft, was schon ein beträchtlicher Erfolg wäre. Der Schritt von Google kommt spät, wird sich meiner Meinung nach aber durchsetzen, auch wenn der Vergleich zu Facebook hinkt.

Die Verknüpfung mit den Google Apps ist interessant; während Facebook immer mehr zur Suchmaschine wird, kommt Google nun mit einem Social Network – der Kampf um die Gunst der User und Werbekunden geht weiter. Facebook hat zum Start von Google+ “etwas Großartiges” angekündigt, vermutlich ein Videochat, was am Mittwoch vorgestellt werden soll.

— Wer einen Invite bekommen möchte, hinterlässt bitte einen Kommentar mit seiner Google-Mailadresse (Pflicht, andere Mailanbieter funktionieren nicht) —

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