Content Brand & Google SEO

Die Content-Brand als beste Google-SEO-Strategie

Wenn wir eine Frage haben, fragen wir Google. Zu verstehen, wonach Menschen suchen und welche Fragen sie stellen, ist die erste Bedingung, um eine wirkungsvolle Content-Brand aufzubauen. 

Wenn wir uns die Nutzungsmotive der meisten Marken anschauen, dann gibt es sechs relevante Kanäle für jede Content-Brand

  1. Mobile Search (Google, App-Store, Google Play),
  2. Desktop-Search (Google),
  3. Youtube (Google),
  4. Social Networks wie Facebook (B2C und B2B), Instagram (B2C),  Linkedin/Xing (B2B), Twitter, Google+ etc.
  5. Communities wie Quora, Reddit, Foren, Review-Sites (Amazon, Google) und natürlich die gute alte
  6. E-Mail (Newsletter).

Brands müssen alle sechs Plattformen bedienen, wenn sie von den Kunden gefunden werden wollen, denn das ist der ultimative Ansatz für Brand AuthorityBrand Relevance und Brand Experience im Google-The-One-And-Only-Zeitalter. Insbesondere die eine Suchmaschine wird Tag für Tag besser darin, die Bedürfnisse der Benutzer zu interpretieren und zu erfüllen, doch die Trickkiste des Marketers dagegen leert sich mit jedem Tag. Die Chance, perfektes Storytelling für eine Brand zu realisieren, liegt darin, die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen-Segmente zu verstehen und zu befriedigen.

Wie man seine Marke als Content Brand aufbaut und damit die Bedürfnisse der Zielgruppe bedient, zeigt uns das Red-Bull-Brand-Experience-Universe:

(Grafik via BrandManagerGuide.com)

RedBull’s Content-Brand Strategie: How Red Bull Turned Their Content Marketing Into a Media Company

Somit ist es kaum erstaunlich, wie gut Content und SEO schon jetzt gepaart sind und wie viel enger sie in Zukunft noch zusammenrücken werden. Viele Studien und vor allem die letzten Google-Updates zeigen (siehe unten – Do’s und Don’ts einer Content-Brand im SEO), dass Google das Verhalten der Besucher als Ranking-Signal am stärksten berücksichtigt.

Also: Wenn Besucher auf einer Website wegen eines Pop-Ups genötigt werden, ihre Mail-Adresse einzugeben – was sie meist nicht mögen und somit diese schnell verlassen – wird dies negative Auswirkungen auf das Google-Ranking der gesamten Website haben. Der Grund: Google möchte seinen Besuchern die qualitativ besten Ergebnisse mit erstklassigen Content anzeigen, wo die Besucher lange verweilen. Daher ist es sehr wichtig, den besten Content unter den Top 10-Google-Ergebnissen des gewünschten Ziel-Keywords zu positionieren, um relevante Rankings zu etablieren und diese durch eine ausgefeilte Content-Brand-Strategie auch zu erhalten. Snippets und Snack-Inhalte auf der Website sorgen für einen langsamen Ranking-Tod. Nebenbei bemerkt: Wenn man sich nur auf den Content konzentriert und dessen SEO-Aspekte ignoriert, wird viel Verkehr unter den Tisch fallen.

Der SEO-Erfolg einer Content Brand wird also weniger von technischen Signalen und Ranking-Methoden abhängen, als viel mehr von der Autorität (Brand Authority) und den Social Signals.

Für die Marketer-Trickkiste gilt also:

Content Brands werden mit relevanteren, nützlicheren, unterhaltsameren und inspirierenderen Inhalten positioniert.Click To Tweet

B2C: In einer idealen Konsumtenwelt wird aus „Branded Content“ die „Content Brand“ #ContentBrand #B2CClick To Tweet

Content Brands erfordern Kreativität, Investitionen und das Verlassen der Komfortzone einer reinen Media-Strategie mit Google-Ads, Youtube Ads, Facebook Ads und Co. hin zu einer kundenzentrierten Content-Brand-Denke.

Content Brand Future

Ich glaube nicht unbedingt daran, dass alle Marken wie Publisher denken und Tools und Prozesse einführen, mit denen sie Inhalte für die richtige Zielgruppe zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort produzieren und vermarkten können. Wer denn noch als B2B-Brand Schritt halten möchte, sollte aber seine

SEO/SEA-Strategie in eine Content-Brand-SEO/SEA-Marketing-Strategie transformieren. #seo #sea #digitalstrategieClick To Tweet

B2B: Heute werden geschäftliche Entscheidungen auf LinkedIn, Xing und Online-Marktplätzen getroffen. #B2B #MarketingClick To Tweet

Und da sich die Entscheidungsträger von Unternehmen als Budgethalter genau dort aufhalten, tut jede B2B-Marke gut daran, genau diese Entscheider-Boards in ihrer Content-Marketing-Strategie besonders zu berücksichtigen. Linkedin, Xing & Co. als B2B-Entscheider-Plattformen, welche spannende Inhalte mit Themen-Channels und -Boards aktiv unterstützen, werden weiter wachsen. Das bedeutet

B2B-Content-Brands brauchen eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie mit Content-Assets und logischen VerknüpfungenClick To Tweet

Marketer sollten einen Content-Step nach dem anderen entlang der gesamten Customer Journey umsetzen. #B2B #ContentClick To Tweet

Silo-Strategien mit verwaisten Artikeln oder Einzelsnipptes mit irrelevanten Keywords dienen keinem Verkaufszweck.Click To Tweet

Unabhängig von dem B2B- oder B2C-Ansatz wird SEO immer ein wichtiger Teil der Content-Brand-Marketing-Strategie sein, denn Google und andere Suchalgorithmen versuchen ständig, den Missbrauch des Internets durch fragwürdige Gray-Hat-Praktiken im SEO-Marketings zu korrigieren. Es bleibt offen, ob das Content-Marketing eines Tages auch diesen Weg geht. Ich denke, es hängt von der Marken-Integrität ab. Wenn Content-Brands mit Authentizität, Ehrlichkeit zuerst dem Nutzer und dann ihrer Marke dienen, werden sie die Kastration ihrer Rankings durch sich ändernde Suchmaschinen-Updates vermeiden und jedem Suchalgorithmus-Update ganz entspannt entgegensehen.

Wer jedoch das Web weiterhin mit Praktiken überschwemmt , die das System austricksen wollen, fährt ein ein hohes Risiko aus dem Google-Sichtbarkeitindex bzw. dem Relevance-Set seiner Zielgruppen herauszufallen. Deshalb sind so viele Shop- und Websitebetreiber quasi „über Nacht“ im Ranking nach den letzten Updates abgefallen und konnten nur mit erheblichen Ad-Budget-Steigerungen ihre Umsätze halten. Ein kleiner Fehler bei der SEO- oder Content-Brand-Strategie genügt, und die Website wird abgestraft, meistens genau dann, wenn man es sich am wenigsten leisten kann.

Meines Erachtens spricht viel dafür, dass wir uns noch auf eine ganze andere Geschwindigkeit von Suchmaschinen-Updates einstellen müssen, denn das Zeitalter der Voice-Search hat mit Alexa, Siri, Cortana und Co. als Apple Carplay, Android Auto, Amazon Echo, Google Home, Apple Home Pod oder Chinas Ling Long Ding Dong bereits begonnen. Um von diesen Diensten als erste genannt zu werden und somit besonders erfolgreich zu sein, sind Content-Struktur, Content-Typ, Informationsarchitektur, Indexierungsmanagement, Crawlbarkeit, Pagespeed und Usability der Website besonders wichtig.

Die Google-Suchmaschine hat Ende 2017 soviel geändert wie nie zuvor. Um Schritt zu halten, habe ich die 10 wichtigsten Do’s und Don’ts für Content-Brands und SEO-Marketing zusammengetragen:

Content-Brand Do’s in 2018: Content, Content, Content…

  1. Qualitativen Content anbieten, nicht nur auf der eigenen Website oder im Blog, ist wichtiger als je zuvor. Lange Blogartikel schreiben – siehe dazu unseren Artikel – „The Art of Blogging„.

  2. Verlinkungen fördern und über alle Kanäle hinweg im Gespräch sein – den digitalen Word-of-Mouth in Communities durch erstklassigen Content – also lange Beiträge mit über 1.200 Zeichen – anheizen.

  3. Anzeigen natürlich integrieren, ohne den Fluss des Inhalts auf den Websites zu behindern. Dies bietet trotzdem Raum für die Monetarisierung der Website, ohne die Nutzererfahrung zu vernachlässigen.

  4. Website für mobile Geräte der Zukunft, also Smartphones (4K) optimieren.

  5. Auf lokales SEO setzen – wichtig für alle Retailer, Filialisten, Hotel-, Gastronomie- und Service-Unternehmen mit lokalen Franchise- und Vermarktungspartnern

 

Content-Brand Don’ts in 2018 – SEO-Techniken, die man lieber nicht einsetzen sollte…

  1. Keine Pop-Ups oder Interstitial-Anzeigen auf der Startseite, ohne wesentliche Informationen bereitzustellen.

  2. Spam-Links und Black-Hat-SEO-Praktiken unterlassen.

  3. Keine defekten oder mangelhaften Menüs und exzessive Seitenumbrüche zulassen.

  4. Mangelnde mobile Erreichbarkeit der Website ist ein „No-Go“ und bedeutet: „Kein Anschluß unter dieser Nummer“.

  5. Keine reinen E-Commerce- bzw. Shop-Webseiten ohne wesentliche Text-Informationen auf den Seiten anbieten.

Für einen weiteren Austausch zum Thema Content-Brand als Digital Strategie mit Google-SEO freue ich mich – Gerne via Xing, Linkedin. Diese folgende Infografik von E2M umfasst chronologisch die wichtigen und relevanten Änderungen an Google’s Algorithmus 2017:

Content-Brand mit Google-Strategie-Updates

 

Leave A Comment