Facebook: Was der “Sympathy”-Button für Marketer bedeutet

By Alexander Becker
In Dezember 12, 2013

Da kommen ganz viele neue Möglichkeiten auf die Marketer zu. Facebook soll an einem “Sympathy”-Button, als weitere Option neben dem „Gefällt mir“-Button arbeiten. Dieses Vorhaben käme einer kleinen Social-Network-Revolution gleich.

Bislang war es bei Facebook nur möglich mit einem Knopfdruck seine Begeisterung auszudrücken. Jede andere Gefühlsregung ging nicht. Ärger, Wut oder Beileid waren nicht möglich. Wenn die Fans in Sachen Paul Walker oder Nelson Mandela ihre Beileid via Social Web mitteilen wollten, mussten sie notgedrungen „Gefällt mir“ klicken .

Mit dem neuem “Sympathize”-Button könnte jeder Nutzer sein „Mitgefühl“ ausdrücken, wenn sich jemand scheiden lässt, sein Smartphone verloren hat oder in anderer Hinsicht eine Geschichte teilt, die traurig ist.

Entstanden ist die Idee für die neue Funktion auf einem von Facebooks “Hackathon” genannten Treffen. Auf diesen Veranstaltungen kommen die Macher des Netzwerks zusammen und tauschen Ideen aus, wie sie den Dienst weiter verbessern könnten. Auch der Like-Button war auf einem solchen Event entstanden.

Die meisten Beobachter halten es tatsächlich für recht wahrscheinlich, dass der “Sympathy”-Button kommen könnte. Ein solcher Knopf fehlt dem Netzwerk schon länger. Für Unternehmen beutet die Änderung eine große Chance. Denn ein solches Feature ist im höchsten Maße emotional.

In der Kunden- und Nutzer-Ansprache wird es allerdings dann noch mehr um gutes Storystelling gehen, als bisher. Denn hier schlummert wohl das größte Potential des Buttons. Zudem dürfte er in der Shitstorm-Prävention eine wichtige Rolle spielen. Er würde leicht empörten Nutzern bereits ein erstes Vehikel bieten, ihre Emotionen auszudrücken.

Einen “Hate” oder “Gefällt mir nicht”-Button wird es dagegen wohl niemals geben. Die Folge wären – wahrscheinlich – immer häufigere Shitstorms und Pöpel-Attacken. Also ein Umfeld, in dem kein Unternehmen gerne Werben will oder mit seinen Kunden kommunizieren will.

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