Das ungehobene Social-Media-Potential des deutschen Online-Handels

By Alexander Becker
In Dezember 2, 2013

Eigentlich müsste man meinen, dass vor allem die großen E-Commerce-Profis immer auf der Suche nach neuen Marketing-Möglichkeiten sind. Eine Zusammenstellung von Ecommercenews zeigt allerdings, dass in Europa – im Vergleich zu den USA – noch viele ungehobene Potentiale schlummern.

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So zeigt die Auswertung erst einmal, dass der durchschnittliche europäische Top-500 Retailer auf rund 550.000 Likes bei Facebook kommt. In den USA liegt dieser Wert durchschnittlich bei über einer Million Likes pro Händler. Dass die US-Online-Retailer bislang aggressiver die Interaktion mit Kunden via Facebook, Twitter und Co. nutzen, dürfte aber nicht ernsthaft überraschen.

Problematisch ist hingegen der Umstand, dass es – vor allem in Europa – noch immer Web-Händler ohne Social-Media-Aktivitäten zu geben scheint. In den USA sind 496 Firmen bei Facebook. Im EU-Raum sind es dagegen 468 der Top-500. „And on Twitter these numbers are even more out of balance, whereas 97.2% of all big American retailers are tweeting, compared to 87% of European merchants“, analysieren die Ecommercenews.

Weitere Erkenntnisse:
– In den USA nutzen neun von zehn Web-Händler YouTube. In Europa sind es immerhin sieben.
– Für Pinterest kommt die Analyse zu Aktivitätszahlen von 78 Prozent in den USA und nur 39,4 in Europa.

Interessant wird es, wenn man die Daten differenzierter betrachtet. So zeigt sich, dass unter den Online-Shops mit den zehn meisten Likes lediglich nur die Hälfte in der Liste der hundert größten Netz-Läden wiederzufinden ist. Heißt: Für kleinere Player, Nischenanbieter oder Neulinge bietet ein funktionierendes Social-Media-Marketing große Möglichkeiten. Ganz ähnliche Werte beobachten die Analysten auch für Twitter.

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