Wie Otto und dm von Big Data profitieren

By Alexander Becker
In November 15, 2013

Noch immer unterschätzen viele Manager, Marketing-Experten, Vertriebs- und Logistik-Profis die großen Vorteile und Potentiale die in der Nutzung von Big Data liegen. Vor ein paar Monaten brachte die Zeit einen umfangreichen Bericht dazu. Das Besondere an diesem wunderbaren Artikel der Wochenzeitung waren vor allem die Praxisbeispiele, die die Hamburger aus der deutschen Wirtschaft zusammengetragen haben.

Zur Erinnerung und vielleicht auch für Ihre nächste Präsentation fassen wir hier noch einmal die beiden prägnantesten Exempel zusammen:

– Von der Drogeriemarkt-Kette dm berichtete die Zeit, dass der Einzelhändler Big Data in einem speziellen Projekt dazu einsetzte, um die Umsatzströme mehrerer Jahre zu analysieren. Seit dem wissen die Manager viel exakter, wann eine Filiale wie viel Personal braucht. Sogar die Mitarbeiter würden profitieren, weil sie ihre Einsatzzeiten viel verlässlicher planen könnten. Die Zahl der kurzfristig angeordneten Sonderschichten soll sich massiv verringert haben.

– Der Einsatz beim Versandriesen Otto geht noch viel weiter. Die Hamburger verbesserten mithilfe einer Spezialsoftware die Bedarfsplanung. Das Projekt beschränkte sich dabei nicht auf eine Produktgattung, sondern umfasste das gesamte Sortiment. „Nach eigenen Angaben füttert das Unternehmen seine Software pro Woche mit 300 Millionen Datensätzen – und erstellt übers Jahr eine Milliarde Prognosen, wie sich der Absatz einzelner Artikel in den folgenden Tagen und Wochen entwickeln wird“, berichtet die Zeit. Die Folgen der Computer-Berechnungen sind beeindruckend. So soll Otto durchschnittlich 30 Prozent weniger Ware als zuvor ordern, was zu weniger überschüssiger Ware in den Lagern führt und somit Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe bringt.

Beide Beispiele zeigen, welchen praktischen Nutzen die richtige Anwendung von Big Data in Unternehmen haben kann. Noch gar nicht berücksichtigt sind dabei die gigantischen Möglichkeiten, die Big Data in der Analyse von Käuferverhalten und Konsumgewohnheiten haben kann. Die Potentiale in diesen Bereichen sind noch ungleich höher. Immer mehr Unternehmen versuchen mittlerweile mit Hilfe einer genauen Analyse ihrer Online-Kunden und Facebook-Fans zu erfahren wie diese wirklich ticken. Jede noch so scheinbar unwichtige Erkenntnis hat dabei direkte – positive – Auswirkungen auf den Umsatz.

Grafik von MGI: Sektoren, die besonders von Big Data Analytics profitieren:

big data sectors

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