Big Data Studie 2013: Deutsche Unternehmen verschlafen den Megatrend

By Sten Franke
In Oktober 22, 2013

Big Data ist in aller Munde, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Das muß man jedenfalls annehmen, wenn man einer aktuellen Umfrage glauben möchte. Danach hat die deutsche IT-Szene den Megatrend bis heute voll verschlafen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „IT-Trend Report 2013/2014“ des IT- und Web-Experten DiOmega.

Folgende Umfrageergebnisse stechen heraus:

1. 39% der befragten Branchenexperten sind überzeugt, dass der Big Data Trend bislang vollständig an deutschen Unternehmen vorbeigezogen ist.
2. 52% glauben, dass das Potential noch nicht annähernd ausgeschöpft wird.
3. 9% sehen keinen Nachholbedarf in Sachen Big Data.
4. 61% der befragten Experten glauben, dass Softwarelösungen, Geschäftsprozesse und Unternehmensstrategien branchenübergreifend neu ausgerichtet werden müssen, um die Chancen von Big Data richtig zu nutzen.
5. 36% halten zwar keinen ganzheitlichen Ansatz für nötig, sehen aber den Bedarf an gezielten Anpassungen.
6. 85% glauben, dass Big Data ein Thema für die Abteilungen IT und Softwareentwicklung ist.

Fazit: 85% der Befragten haben die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt!? Grund genug die aktuellen Trends, Fakten und Potenziale rund um das Thema Big Data intensiver aufzuarbeiten. Sicherlich ist den meisten Experten die Bedeutung für die gesamte Unternehmung noch nicht bewußt, um zu erkennen welch enormes Potenzial die gezielte Strukturierung, Auswertung und Nutzung großer interner und externer Datenmengen hat. So können wir auf Basis der Analyse von Big Data das zukünftige Verhalten von Verbrauchern projezieren und abhängig von ihren Konsumgewohnheiten, ihrem zukünftigen Kaufinteresse oder ihrer Kauflaune das gewünschte Produkt bewerben oder mit dem passenden Angebot zum Kauf einladen.

ethority's_Social_Commerce_20XX

Grafik von ethority: Ausschnitt aus dem „Decision Making Cycle of Social Commerce by Sten Franke & Henrik von Scheel“

5 Comments

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  2. Inwieweit „Big Data“ für Deutsche Unternehmen auch wirklich zu „Big Business“ wird steht noch in den Sternen – noch gibt es keine EU-einheitlichen Datenschutzgesetze! Erst wenn hier die Entscheidungen getroffen sind, wird sich zeigen, in welchem Ausmaß Unternehmen die immer größer werdenden Datenbestände wirklich legal nutzen können. Insofern „verschläft“ hier niemand was, sondern die Verantwortlichen verhalten sich durchaus rational, indem sie erst mal abwarten.

    1. Vielen Dank für den Kommentar. Wir haben uns auf die Ergebnisse der Umfrage bezogen, denn es scheint ja so, dass 85% der Befragten das Big Data Thema der IT zuordnen, die IMHO eher umsetzungsorientiert arbeitet und Lösungen bereit stellt. Das die Strukturierung und Analyse von Big Data unter Berücksichtigung geltender Datenschutzbestimmungen enorm wertvoll ist, daran besteht wohl kein Zweifel. Ob daraus dann Big Business entsteht, hängt nicht zuletzt von der Qualität der Produkte, den Services ab. Bsp.: Die Idee von Amazon Käufe und Verhaltensmuster existierender Kunden auszuwerten, um potenziellen Käufern Empfehlungen (…das haben andere gekauft…) zu geben, hat sicherlich dabei geholfen ein Milliarden-Business aufzubauen… Arcandor, Quelle & Co. sind nur einige der großen Namen, die dabei auf der Strecke geblieben sind. Schade eigentlich! Soll heißen: Wie lange wollen und können wir uns das Abwarten noch leisten?

  3. Interessanter Beitrag, aber gerade da, wo es spannend wird, werden Sie unkonkret. Können Sie an einem konkreten Beispiel darstellen, wie Sie mit Ihrer Lösung Influencer identifizieren und gezielt mit passenden Angeboten ansprechen. Insbesondere würde mich interessieren, wie Sie mit dem Thema Datenschutz umgehen und welche Opt-in-Verfahren Sie anwenden.

    1. Vielen Dank für den Kommentar. Wie schon angemerkt, werden wir auf das Thema Big Data zukünftig hier noch näher eingehen und auch Cases aufzeigen.

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