Facebook, Twitter & Co.: So versteht Sie Ihre Zielgruppe wirklich

By Alexander Becker
In April 2, 2013

Diese Studie belegt, was wir eigentlich schon alle längst gewusst haben. Wenn Sie ein Posting bei Facebook oder Twitter absetzen, ist es wichtig, dass Sie sich authentisch und natürlich ausdrücken. Mit gedrechseltem Marketing-Deutsch oder hohlen PR-Phrasen kommen Sie nicht sehr weit. Aber auch nicht mit Gedichten oder Botschaften in Versform.

Eine Untersuchung der Universität San Diego fand heraus, dass man sich grundsätzlich an den Inhalt von Facebook-Updates und auch Twitter-Posting eineinhalb Mal besser erinnert, als an jede andere Form der geschriebenen Sprache.

Zudem kam die Studie „Major Memory in Microblogs” zu dem Resultat, dass am besten Texte behalten werden, die einfach und spontan von Bekannten geschrieben wurden. Für Unternehmen bedeutet das: Werden Sie zu Freunden Ihrer Kunden und kommunizieren Sie auf Augenhöhe. Heißt: Sprechen Sie so, dass Ihre Kunden sie wirklich verstehen und nicht so, wie Sie gerne hätten, dass eine erträumte oder erdachte Zielgruppe Sie wahrnehmen sollte.

Für den Erfolg kurzer Statements in den sozialen Netzwerken macht die Hauptautorin der Studie zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen das Interesse der Leser gegenüber dem Themenbereich, da sie dem jeweiligen Absender ja freiwillig folgen. Zum anderen die Sprache einfacher und authentischer Meldungen, die sich deshalb besser einpräge. „Sie [die Facebook-Postings] sprechen die grundlegenden Sprachfähigkeiten unseres Gehirns wahrscheinlich eher an als professionell formulierte Sätze“, schreibt Mickes im Fachmagazin Memory & Cognition. „Vielleicht sind es gerade diese spontanen und ohne viel Nachdenken formulierten Äußerungen, die darum so gut im Gedächtnis bleiben.“

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