Hater-App: Mobiler Dislike-Button für das Social-Web

By Alexander Becker
In März 12, 2013

Die Forderungen sind so alt wie der Like-Button selbst: Seitdem Facebook den Knopf einführte, mit dem jeder Nutzer sein Gefallen an einer Story, einem Posting oder einem Bild anzeigen kann, gab es auch Rufe nach einem Dislike-Button.

Besonders oft kommt diese Diskussion auf, wenn etwas Schlimmes passiert ist und ein großes Interesse von Seiten der Medien herrscht. Der Like-Button stellt die einfachste und schnellste Möglichkeit dar, diese Nachricht zu teilen. Da es allerdings um Bad-News geht, kommt es vielen Nutzer falsch vor diesen Positiv-Knopf zu klicken.

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Ähnlich ist es bei Unternehmen oder Marken. Wenn ein Kunde nicht zufrieden mit einer Organisation ist, oder er sich gar ärgert und dies auf den sozialen Profilen des Unternehmens ausdrücken will, wäre oftmals ein Dislike-Button die bevorzugte Wahl.

Grundsätzlich lässt sich allerdings festhalten, dass ein Dislike-Button tatsächlich die größte Horrorvorstellung für jede Marketingabteilung ist.

Den Job dieses fehlenden Buttons soll nun eine App übernehmen. Sie hört passenderweise auf den Namen Hater. Allerdings geht es weniger über Unternehmen oder Personen, die man nicht mag, sondern eher um die alltäglichen Dinge. Gute Beispiele hierfür wären ein Stau oder eine U-Bahn-Verspätung.

„Hater funktioniert über Bilder, die der Nutzer hochladen und mit einer klaren Aussage versehen kann, wie zum Beispiel: ‚Im Stau stehen ist Mist!‘. Beides wird dann mit der Hater-Community geteilt, ganz wie man es von Apps wie Instagram kennt. Um den Start zu vereinfachen, können neue Nutzer sich mit ihren Facebook- und Twitter-Freunden verbinden, die auch schon bei Hater angekommen sind. Natürlich funktioniert auch das Teilen bei den anderen großen und bekannten sozialen Netzwerken. Zudem gibt es unter ‚Popular‘ eine Auswahl ‚beliebter‘ Einträge“, erklärt t3n die neue App.

Es wird höchst spannend sein zu beobachten, ob die App ein Erfolg wird. Immerhin gilt im Leben eigentlich die Regel, dass die Menschen viel einfacher und öfter sagen was sie nicht mögen, statt klar zu benennen was ihnen gefällt. Bislang war ein solch negativer Ansatz im Social-Web verpönt. Allerdings gab es vor Hater bereits andere Versuche eine Art Dislike-Button einzuführen. Sie alle scheiterten. Sehr zu Freude fast aller Marketing-Experten.

>> Mashable

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