#SMWHH “Social Discovery” und “Wann wird Recruiting mobil?”

By ethority - social media intelligence team
In Februar 26, 2013

Eines der Themen auf der Social Media Week lautete „Social Discovery – A mobile service road show“, referiert von Sebastian Schwerk der PR Agentur „Frische Fische“. Sehr anschaulich und informativ wurden diverse Mobile Apps vorgestellt, die Location Based Services (LBS) nutzen. LBS sind kein allzu neues Phänomen – interessanter hingegen die „Social Discovery“. Dahinter verbirgt sich der „Prozess, in sozialen Netzwerken nach anderen Nutzern zu suchen in Abhängigkeit von z.B. Ort, Alter, Geschlecht, Beruf oder Interessen.“ Der Mobile Service Markt ist definitiv ein Markt, der momentan sehr viel Bewegung erfährt. Egal ob es sich um ein gutes Restaurant in der Nähe, die Wohnungssuche via Augmented Reality oder um ein spontanes per App verabredetes Date handelt – für fast jede Lebenslage gibt es eine mobile App. Teilweise wird in Deutschland mit Location Based Apps noch etwas zögerlicher umgegangen als zum Beispiel in den USA. Sebastian Schwerk argumentierte das in etwa so: Der durchschnittliche Amerikaner hat ca. 500 Facebook-Freunde, wohingegen der durchschnittliche Deutsche nur 100 Freunde auf Facebook verzeichnet. Sprich: in Deutschland werden Social Media bei Weitem nicht so intensiv genutzt wie in den USA. Das Thema „Datenschutz“ wird in Deutschland immer noch relativ groß geschrieben. Doch wird sich auch das bald ändern? Sehr wahrscheinlich ja! Betrachtet man die Demographien, so stellt man fest, dass die Nutzergruppe vieler Location Based Apps sehr jung ist. Die Teenager von heute scheinen weniger sensibel mit ihren Daten umzugehen als App-Nutzer ab 20 Jahren. Die App-Nutzung wird in wenigen Jahren einen weiteren starken Anstieg erfahren.

Social Discovery

Dass nicht nur App-Entwickler, sondern auch HR-Abteilungen von der ansteigenden Nutzung mobiler Anwendungen profitieren können, zeigte der Vortrag „Wann wird Recruiting mobil?“, referiert von Tim Oliver Pröhm, Managing Director bei Flex Base.

Viele Unternehmen klagen über Fachkräftemangel –  laut Pröhm ist das häufig auf fehlende oder mangelhafte Möglichkeiten von Bewerbungsmöglichkeiten zurückzuführen. Aufgrund der intensiven Nutzung mobiler Geräte (81% der Generation Y nutzen mobile Geräte zur Jobsuche) ergeben sich für Unternehmen große Chancen, wenn sie mobile Recruiting nutzen. Zwar ist die Durchführung nicht ganz trivial, jedoch können sich erhebliche Wettbewerbsvorteile daraus ergeben. Zum einen ist eine zielgruppengerechte Ansprache sowie ort- und zeitunabhängige Kontaktaufnahme möglich. Dank schneller Reaktions- und Feedbackzeiten ist der Erstkontakt zu einem potentiellen Bewerber sehr einfach. Mobile Recruiting ist kostengünstig und erfordert einen geringen administrativen Aufwand. Auf die Frage, welche Kanäle sich für mobile Recruiting eignen, gibt es keine richtige oder flasche Antwort. Egal ob Jobboards, Career-Account bei Twitter oder Stellenanzeige bei Pinterest – alle Kanäle dienen dem Employer Branding, um sich als Arbeitgeber attraktiv und möglichst breit gefächert zu positionieren.

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In beiden Vorträgen wurde deutlich, dass das Thema „Mobile“ definitiv bereits eine große Rolle spielt, die sich in Zukunft noch weiter vergrößern wird. Für Unternehmen und Marketer eröffnen sich viele neue Chancen, die nicht ungenutzt bleiben sollten.

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