Das kenne ich, da wohne ich! Oder: Wiedererkennung in der Werbung richtig nutzen.

By ethority - social media intelligence team
In Dezember 5, 2012

Personalisierbarkeit, Interaktion, Wiedererkennung – darauf setzen Werber, wenn sie die Werbung nicht zu einem störenden Nebenprodukt von TV oder Online-Content, sondern zu einem interessanten Inhalt erheben wollen, den die Leute sich freiwillig ansehen und sogar teilen. Das Einbinden von Namen bzw. personalisierten Texten ist bei Apps und interaktiven Videos somit keine Neuheit mehr. Die belgische Biermarke Stella Artois geht in ihrer weihnachtlichen Kampagne jedoch einen Schritt weiter.

In einer Facebook-App kann man entweder an Freunde oder an sich selbst eine kleine Gruppe Carol Singers schicken, die einen jazzigen Weihnachtsgruß überbringen. Dabei wird nicht nur nach dem Namen und einer Nachricht gefragt, sondern auch nach der Anschrift. Der Clou: Wenn Google Streetview diese Adresse kennt, fahren die Musiker (unter ihnen die britische Schauspielerin Alice Eve als Diva Carol) durch die entsprechende Stadt, die man dann durch die Scheiben, von oben und durch den Rückspiegel sieht. Am Ziel angekommen beginnt die Darbietung vor der ausgewählten Streetview-Kulisse, ein Bierglas mit dem Namen der besungenen Person sowie ein Zettel mit der persönlichen Nachricht tauchen auf.

Die App nutzt ein einfaches aber cleveres Prinzip: Wer kennt es nicht, wenn in einem Film eine bekannte Stadt auftaucht und der Zuschauer ganz aus dem Häuschen gerät? Das Gefühl der Personalisierbarkeit und des (Wieder-)Erkennens ist mächtig und ein absoluter Hit im Marketing, wenn man Sharing und Fanbeteiligung erreichen will. Selbst wir haben uns gefreut, als die Dame ihr Lied auf dem Hamburger Gänsemarkt sang, den wir ja eigentlich täglich sehen…

stella artois

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