App-Ökonomie: Behörden starten App-Suchmaschine GovApps

By Alexander Becker
In November 22, 2012

Es ist wohl eine der größten Mobile-Floskeln, dass sich Apps mittelfristig nicht durchsetzen werden, und dass es sich bei ihnen nur um eine Brücken- oder Übergangstechnologie handele. Doch weder HTML5 noch andere Techniken konnten den Boom der Applikationen bislang stoppen.

Ein Nebeneffekt der ständigen Abgesänge war allerdings, dass viele Unternehmen in der Konzeption und Realisierung von App-Projekte merklich den Fuß vom Gaspedal genommen haben. Zum einen trauen sie dem Trend immer noch nicht und zum anderem haben viele mittlerweile einen gehörigen Respekt vor der Herausforderung die eigenen Applikation so zu promoten, dass die Kunden, Fans und potentiell Interessierte überhaupt mitbekommen, dass ein neues Mobile-Angebot überhaupt existiert.

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Es klingt erstaunlich. Aber in diesem Bereich sind die deutschen Behörden mittlerweile vielen Firmen an Mut, Innovationskraft und Experimentierfreunde ein Stück voraus. Viele Gemeinden, Behörden oder andere staatliche Einrichtungen haben eigene Apps gestartet, um den Bürgern auch via Smartphone zu helfen. Immerhin haben sie ihre Mobil-Geräte so gut wie immer bei sich oder direkt in ihrer Nähe.

Allerdings hatten die meisten Bürger sehr oft das Problem, dass sie die entsprechenden Apps in den jeweiligen App-Stores kaum fanden. Das wurde jetzt mit einem smarten Kniff gelöst. Unter GovApps ging einfach eine spezielle App-Suchmaschine online. „Wer Apps für bestimmte Regionen sucht, hat es in den Appstores der Anbieter nicht leicht. GovApps ermöglicht die Suche nach Regionen. In mobilen Endgeräten werden viele, auch sensible Daten verarbeitet, z. B. Kontaktdaten, E-Mails, Inhalte in sozialen Medien, Online Banking oder auch geschäftliche Daten“, heißt es im Erklärungstext von GovApps. Weiter heißt es: „Dieses Angebot soll seinen Fokus auf Deutschland, seine Regionen und Kommunen legen, und wird ein zentraler Anlaufpunkt für öffentliche Apps für die Bürgerinnen und Bürger werden. Das Angebot startet mit einer Public Beta-Version zum Nationalen IT-Gipfel und wird sukzessive bürgerfreundlich und flexibel entlang der Anforderungen der Beteiligten (Bürger, öffentliche Anbieter, Entwickler) ausgebaut.“

Noch ist das Angebot ein wenig dünn und das Design ist nun auch nicht der letzte Schrei. Doch in diesem Fall zählt die Idee. Vielleicht wäre es auch eine smarte Idee, wenn ähnliche privatwirtschaftliche Plattformen – nach Branchen sortiert – entstehen würden. Dies könnte einigen Nutzer helfen, die jeweiligen Apps ihrer Lieblings-Marken kennenzulernen. Denn schon bald gilt der neue Leitsatz, dass eine Marke nur dann existiert, wenn sie auch bei Facebook zu finden ist, auch für das Mobile Web.

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