Tomorrow‘s Dresscode: Kleidung 2.0

By ethority - social media intelligence team
In November 16, 2012

Es wird wirklich immer verrückter. Nun reicht es nicht mehr, seinen Laptop oder sein Smartphone auszuschalten, wenn man mal eine Pause von den sozialen Netzwerken haben möchte, denn: Wir können sie nun quasi am Körper tragen! „Augmented Human Body“ nennt sich das Ganze. Pioniere waren die Japaner mit der Produktlinie „Neurowear“.  Die Idee dahinter ist, Gehirnwellen und andere Biosensoren zu messen und somit die aktuelle Gefühlslage des Menschen durch Gadgets zum Ausdruck zu bringen. Aktuell kann man dabei zwischen den „Necomimis“ (Plüschohren) und dem „Shippo“ (Plüschschwanz) wählen. Sollte man sich also wundern, warum sein Gegenüber plötzlich beginnt mit den Ohren zu wackeln oder dem Schwanz zu wedeln, so ist das durchaus als Kompliment zu interpretieren.

necomimi

Mit der App „Neuro Tagging Map“ lassen sich Relax- oder Happy-Hotspots ausfindig machen. Selbstverständlich lässt sich der Gemütszustand auch problemlos bei Facebook oder Twitter posten. Eine schöne Veranschaulichung des japanischen Modetrends lässt sich diesem Video entnehmen:

Wie es scheint, ist Neurowear erst der Anfang. Der italienische Jeansproduzent Replay machte vor kurzem seine „Social Denim“ bekannt. In der Hosentasche befindet sich ein zusätzliches Vinyltäschchen, in dem sich ein Bluetooth-Gerät befindet, welches mit dem Smartphone durch eine App verbunden ist. Auf dem Bluetooth-Gerät lässt sich das empfundene „Happiness Level“ auf einer Skala von eins bis acht auswählen, welcher anschließend in sozialen Netzwerken preisgegeben wird. Noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk? Die Jeans kommt im Dezember in den Einzelhandel und kostet zwischen 150 und 200 Euro.

Social Denim

Auch die Promiwelt macht vor dem Trend nicht Halt. Sängerin Nicole Scherzinger präsentierte vor wenigen Tagen in London das erste „Twitter-Kleid“ der Welt.

Twitter Dress

Mit dem Hashtag #TweetTheDress konnten Fans ihrem Star eine Nachricht der besonderen Art zukommen lassen – in Echtzeit wurden die Tweets direkt auf dem Kleid dargestellt. Hinter dieser innovativen Idee verbirgt sich der Designer CuteCircuit.

Nun hat also auch schon die Modebranche in der digitalen Welt Einzug gefunden. Es bleibt spannend abzuwarten, was die Designer sich noch einfallen lassen. Für den Endverbraucher bleibt zu hoffen, dass er keinen Social Media Overload erleidet.

3 Comments

  1. Hallo Christian, hallo Jasmin81!
    Vielen Dank für eure Anmerkungen! Es ist wirklich lustig und verrückt, welche Modetrends unterwegs sind.
    Das Video von Galileo kannte ich noch gar nicht, vielen Dank fürs Teilen! Ich bin derselben Meinung wie du, dass sich Necomimis in Deutschland nicht durchsetzen werden. Aber eine lustige Idee ist es auf jeden Fall!

  2. Ich habe diese Necomimis-Plüschohren auch letztens im Fernsehen gesehen und war trotz dieser Absurdität nicht sonderlich überrascht. Viele Japaner versuchen sich geradezu zwanghaft von der Masse abzuheben und ich kann aus Erfahrung sprechen, dass ihnen dabei jeder modische Trend recht ist. Ich bezweifel, dass sich hier wackelnde Katzenohren und wedelnde Fuchsschwänze durchsetzen werden, doch eine Mood-App schon eher.

    verrückte japanische Erfindungen

  3. Eine App die durch ein kleines Gerät in der Hosentasche den „Happyness-Faktor“ misst.

    Wie sieht der Post in den Sozialen Netzwerken dazu aus:
    „Christian feels 85% happy in his pants today?“

    Made my day. 🙂

Leave A Comment