Shades of Grey-Fans bekommen eigenes Social-Network

By Alexander Becker
In November 14, 2012

Comeback einer eigentlich schon beerdigten Web 2.0-Idee: Mit dem Aufkommen des Mitmach-Webs setzte sich vor Jahren in den Köpfen einiger Manager und Netz-Enthusiasten die Überzeugung durch, dass sich zu allen möglichen Nischen-Themen spezielle kleine Social Networks entwickeln würden.

Daraufhin versuchten einige Startups wie Ning (in diesem Fall gar nicht so unerfolgreich) ihr Glück, in der Hoffnung einer rasanten Markt-Entwicklung. Auch einige Firmen waren begeistert von den Möglichkeiten eines eigenen Social Networks für die Fans und Freunde der eigenen Marke. Nike entwickelte sich auf diesem Gebiet schnell zu einem Vorreiter.

Die grundsätzlichen Überlegungen waren auch richtig: Ein eigenes Network, auf denen sich die Freunde einer Marke oder eines Produktes treffen könnten. Das hätte nur Vorteile: Die jeweilige Brand erreicht direkt seine treuesten Kunden und diese können sich an einem festen Ort mit Gleichgesinnten austauschen. Allerdings machte der gigantische Siegeszug von Facebook den meisten dieser Planungen einen Strich durch die Rechnung. Die meisten Nutzer treffen sich jetzt einfach beim größten US-Network. Dort finden die Fans auch Gleichgesinnte auf den jeweilen Seiten und Gruppen ihrer Lieblingsbrands.

In letzter Zeit versuchten nur noch der FC Bayern München und die Harry Potter-Erfinderin J. K. Rowling mit einem eigenen privaten Social Network (Pottermore) zu punkten. Wie erfolgreich diese Angebote sind, ist allerdings unklar. Einen weiteren Versuch unternimmt jetzt der britische Community-Betreiber Dylard Networks. Für die Millionen Fans der Sado-Maso-Trilogie Fifty Shades of Grey von E. L. James startet die Web-Company nun ein eigenes Social Network Fiftyshadessocial.com.

Fifty

„Our Members can Meet the Real Fifty Shades Fans, Share their Fifty Shades Stories, Memories and Experiences and Connect with like minded People. They can Create Blogs, Post Events, Create Special Groups, Discuss the Latest Trends and Make New Exciting Friends and above all have Fifty Shades of Fun“, heißt es auf der Seite.

Tatsächlich könnte in diesem – intimen – Hobbybereich die Idee von erfolgreichen Nischen-Networks, die sich nur mit einem Thema beschäftigen, funktionieren. Denn immerhin wurde das Buch über 30 Millionen Mal verkauft. Heißt: Die Fan-Base, bzw. die Zielgruppe dürfte groß genug sein.

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