Was das neue Twitter-Design für Ihre Marke bedeutet

By Alexander Becker
In September 19, 2012

Twitter hat sein Design umgestellt und die Änderung ist offensichtlich. So setzt der Microblogging-Dienst jetzt auch auf ein großes Panorama-Bild im Kopf des eigenen Profils. Damit gleicht sich das Zwitscher-Portal optisch noch stärker an Facebook an. Wie bereits bei der Einführung der neuen Ego-Seiten bei Facebook, können auch die visuellen Twitter-Neuheiten einen erheblichen Einfluss auf die Arbeit der Social Media Manager und die digitale Markenführung haben. Denn jetzt wird es noch wichtiger, auch bei beim Kurznachrichten-Dienst die eigene Brand optisch überzeugend und leicht verständlich zu präsentieren.

Bislang war das 140-Zeichen-Angebot extrem textlastig. Im Mittelpunkt stand stets das kurze Statement inklusive einer URL zu einer anderen Webseite oder einem Bild/Video. Jetzt rückt das Branding stärker in der Fokus und mit ihm der alte Grundsatz, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte.

Twitter Neu
Ein Beispiel für das neue Profil-Design

Heißt: Sie haben jetzt genau ein Bild, um neuen Besuchern ihrer Twitter-Seite einen ersten Eindruck ihrer Marke zu vermitteln. Mit den optischen Neuerungen geht zudem eine Angleichung der User-Interfaces einher. Die persönlichen Seiten sollen nun auf allen Endgeräten gleich aussehen. Dafür hat Twitter auch gleich seine iPad-App von Grund auf neu programmiert.

„Die neuen Profile helfen dabei, Menschen über ihre Bilder besser kennenzulernen“, schreibt Twitter in seinem Corporate-Blog. Nach Einschätzung des Microblogging-Dienstes soll das neue Profil nun einen höheren Wiedererkennungswert liefern.

Das Hintergrund-Bild bleibt von den visuellen Umbauarbeiten allerdings unberührt. Es lässt sich auch weiterhin individuell für die Webansicht verändern.

Großes Manko: Im Zuge der Renovierung schmeißt Twitter auch die beliebten Foto-Drittanbieter Twitpic und yFrog raus. Die US-Amerikaner schotten sich immer stärker von anderen Social-Web-Angeboten ab. Das steigert die Werbeeinnahmen der 140-Zeichen-Plattform, schwächt allerdings auch ihre Position als spezielles Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Social Networks. Was das für das Social Media Management und die Marken-Kommunikation bedeutet, muss allerdings in einem separaten Posting besprochen und gebloggt werden.

0 Comments

  1. Was mir gar nicht gefällt: Dass der „Header“ nach unten hin automatisch abgedunkelt wird. Wenn man kein einfärbiges Bild hat, wird manch ein Bild dadurch richtig verunstaltet.

    Ich habe gerade probeweise ein Bild mit viel Weiß eingestellt. Weiß wird zu Grau. Nicht gut!

    Viele Grüße
    Huberta Weigl

  2. Pingback: Was das neue Twitter-Design für Ihre Marke bedeutet - marketing4facebook.de

  3. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft oder „Warum ein neues Headerbild keinen Social Media Dienst ausmacht“ – ich finde den Hype um das kleine völlig überzogen. Siehe auch meinen Beitrag dazu:
    https://plus.google.com/118335946482777894296/posts/HbBqeGSkDrq

  4. Naja, aber gerade im eCommerce googelt man doch ein bisschen herum, sucht nach Interaktion mit einem Unternehmen und der „normale“ User nutzt dafür ja nicht einen Client, sondern eben die Suchmaschine. Und dabei ist es nett, wenn dann die Twitter-Seite geil aussieht.

    Die Neuerung ist also für das Image des Unternehmens, denn Optik zählt mehr, als sich manche eingestehen wollen.

  5. Mein Wissen ist, dass zahlreiche User Twitter über Dritt-Apps pflegen und nutzen. Welchen Wert hat die Neuerung dann, wenn niemand die Originalseite und somit das Panoramabild sieht?

  6. Aber das ist doch gut, dass twitpic endlich gekickt wird. Die hatten mehr als fragliche Nutzungsbedingungen. Eine Abschottung von Drittanbietern ist zwar immer kritisch zu sehen, aber wenn man sieht, auf welche da verzichtet wird, mache ich mir da keine Gedanken.

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