So funktioniert die Social-Local-Strategie bei Facebook

By Alexander Becker
In Juli 31, 2012

Social-Local gehört zu den Social Media-Trendthemen der Stunde. So stieß unser gestriges Posting über die lokale Facebook-Strategie von Walmart auf ein großes Interesse. Zudem meldete sich in den Kommentaren noch Nic Mattick, die berichtete, dass ein ähnliches Konzept von E-Plus in Deutschland kurz vor dem Start stehen würde.

Lange Rede kurzer Sinn: Das Thema ist heiß. Deshalb wollen wir uns jetzt noch einmal ganz genau ansehen, was Walmart bei Facebook unter dem Überbegriff Social-Local eigentlich macht.

Grundsätzlich: Die US-Kette hat für tausende ihrer Offline-Läden eigene Facebook-Seiten gestartet und gleichzeitig in jedem Laden einige Angestellte einem speziellen Social Media-Training unterzogen. Die Verkäufer vor Ort antworten jetzt direkt auf lokale Anfragen und managen die jeweiligen regionalen Werbe-Aktionen. Zudem versuchen sie, die lokale Community stärker an ihren Store zu binden, indem sie typische, hyperlokale Gespräche auf der Markenseite zulassen. Sei es über die neueste Niederlage des örtlichen Football-Teams oder andere Nachbarschaftsdebatten.

Praktisch umgesetzt wurde dieses Konzept mit Hilfe einer App. Heißt: Alle Nutzer, die auf die lokalen Walmart-Seiten bei Facebook zugreifen wollen, müssen sich für die entsprechende App registieren. Dann suchen die Nutzer ihren Laden in ihrer Nachbarschaft. Diese jeweiligen Seiten bestehen dann aus folgenden Elementen:

Walmart

Angebote:
Im Zentrum der lokalen Seite stehen die regionalen Angebote. Sie sind das Kernstück und erfüllen ein ähnliche Aufgabe, wie die Postwurfsendungen, mit denen bislang die großen Handelsketten für ihre Aktionen warben. Sie sollen mit möglichst attraktiven, allerdings lokal unterschiedlichen Sonderangeboten, die Kunden in den Offline-Laden locken.

Shopping List:
Aus den lokalen Angeboten lässt sich dann sogar eine Shopping-Liste erstellen, die die Nutzer sich entweder via E-Mail schicken oder ausdrucken können.

Store-Manager:
Mit Hilfe eines einfachen Kniffes gelingt Walmart gleich eine persönliche Ansprache. Auf jeder Lokal-Seite gibt es einen kurzen Grußsatz des jeweiligen Store-Managers. So wird seine Funktion als Mittler zwischen Kunden und Ladenkette wunderbar ins Social-Web verlängert.

About:
In einem Extra-Reiter gibt es weiteres Infos zum jeweiligen Geschäft.

Kontakt-Formular:
Mit einem Klicke kann jeder der Filiale eine Nachricht schicken.

Walmart 2

Rezept-Center:
Die App nennt zudem ein paar Kochrezepte, zu denen es gleich die entsprechende Einkaufsliste gibt.

Diese Kurzvorstellung der Features zeigt schon: Die Anwendung ist denkbar einfach, aber höchst effektiv. Wenn es gelingt, die regionalen Mitarbeiter dauerhaft zu motivieren, mit den Kunden auch via Facebook zu kommunizieren und diesen neuen Service auch wirklich anzunehmen, steckt in dieser Strategie noch ein rießiges, unausgeschöpftes Potential.

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