Spotify & Co. Musik-Streaming als Social-Marketing-Tool

By Alexander Becker
In Juli 11, 2012

In Deutschland entsteht gerade ein neuer Kontinent auf der Social-Media-Landkarte, mit der sich künftig jede Social-Media-Strategie ernsthaft beschäftigen sollte: Musik-Streaming-Dienste. Denn diese Angebote sind in Deutschland angekommen. Mehr als 12 Millionen Bundesbürger nutzen Rdio, Simfy, Spotify & Co. Dabei greifen rund 4,5 Millionen Deutsche mehrfach pro Woche auf die Newcomer zu. Die übrigen nutzen die Angebote hin und wieder. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

„Der Trend geht auch in der Musik immer stärker weg vom Besitz von CDs oder Dateien und hin zur reinen Nutzung. Streaming stellt für Musikliebhaber ein attraktives Angebot dar, bei dem außerdem keine urheberrechtlichen Probleme auftreten“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Bei diesen neuen Angeboten werden die Songs in der Regel nicht auf dem eigenen Rechner gespeichert, sondern via Stream übertragen. Viele Player ermöglichen zudem die Erstellung von Offline-Playlists. Dadurch kann die Musik auch gehört werden, wenn gerade keine Internetverbindung besteht.

Diese schöne neue Musikwelt bietet auch ein paar Möglichkeiten, wie findige Unternehmen und ihre Social-Media-Strategen die Dienste für sich nutzen können. Zum einen ist es – vor allem im Social Web – immer wichtig, auch dort zu sein, wo die Kunden sind und zum anderen lässt sich über Musik – genauso wie über Bilder wunderbar das Image einer Marke übertragen.

So wie es für einige Brands längst eine wichtige Option ist, sich auch visuell via Pinterest und Instagram darzustellen, ist es jetzt wohl auch an der Zeit, die neuen Streaming-Dienste dazu zu nutzen um das Markenimage mit Hilfe des passenden Soundtracks zu unterstützen.

Einfache Möglichkeiten hierfür sind, …

– dass Anlegen einer oder mehrerer Playlists, die passgenau das Brand-Image spiegeln. Freunde der Marke können die Listen teilen und kommentieren. Heißt: ein gesteigertes Engagement ist durchaus möglich.
– ein Aufruf an die Community eigene Song-Listen mit zur Marke passenden Tracks zu kreieren. Auch hier wird wieder positiv und spielerisch das Engagement gesteigert.
– die Entwicklung einer eigenen Spotify-App. Noch gibt es recht wenige Apps im Ökosystem des wichtigsten Streaming-Dienstes. Das Bedeutet: Noch ist die Chance hoch mit dem eigenen Angebot, viele neue Interessierte und potentielle neue Kunden zu erreichen.

Zudem ist es für einige Unternehmen bestimmt eine interessante Überlegung auf den Plattformen auch Werbung zu schalten. Noch sind die Plätze günstig zu haben und die Zielgruppe, die sich über die Simfy, Spotify & Co. erreichen lassen, ist höchst attraktiv.

Die Mühe, sich mit den Streaming-Diensten zu beschäftigen wird nicht umsonst sein. Denn laut BITKOM dürfte in Zukunft in Deutschland die Nutzung noch deutlich steigen. Denn bisher kennt nur knapp jeder dritte Internetnutzer die neuen Musik-Dienste.

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