Vier klassische Social-Media-Fehler

By Alexander Becker
In Juli 6, 2012

So manch eine gute Social-Media-Strategie scheiterte bereits am fehlenden Mut der handelnden Personen. Denn wenn ein Kommunikations-Team anfängt mit den Kunden und Marken-Fans zu kommunizieren, können die Angestellten hinter den Tastaturen oftmals nicht mehr die meisten komplizierten und langwierigen Abstimmungswege innerhalb einer Old-Economy-Firma abwarten. Sie sind freier in ihrem Handeln, aber auch gefährdeter mit unbedarften Postings oder kleinen Fehleinschätzungen bezüglich wütender Kunden, problematische Issues auszulösen.

Dagegen ist kein Unternehmen geschützt, dass via Social-Web kommuniziert. Umso wichtiger ist es, sich eine loyale und engagierte Freundesbasis im Web2.0 aufzubauen. Denn nichts hilft in einer Krisensituation mehr, als eine Community, die einem Unternehmen trotzdem noch vertraut und dem Social-Media-Team hilft mit dem Issue fertig zu werden.

Ein wichtiger Faktor beim Aufbau solch einer loyalen Community-Basis ist es natürlich die Fans und Freunde nicht zu verärgern und zu langweilen. Es gibt vier Wege, wie es jedes Unternehmen schafft, selbst engagierteste Nutzer zu vergrätzen oder dafür zu sorgen, dass erst gar keine zufriedenen Freundesbasis entsteht.

1.
Zu wenig Respekt anderen Social-Media-Teilnehmern gegenüber. Im Social-Web ist es wie im richtigen Leben. Seien Sie immer höflich, respektvoll und demütig. Hören Sie immer erst höflich zu, bevor Sie freundlich antworten. Behandeln Sie im Social Web andere niemals verächtlich oder von oben herab.

2.
Keine typische Unternehmens-PR. Vor allem kein Buzzword-Bingo und keine verbale Selbstdarstellung. Es geht nicht darum, dass der Social Media-Manager zum Social-Web-Star wird. Sollte es trotz allen Respektes und Demuts entgegen der Community trotzdem passieren, hat der Community-Manager eigentlich alles richtig gemacht.

3.
Keine Autoverkäufer-Mentalität. Facebook und Twitter sind Kommunikationskanäle, kein Verkaufsraum. Mit den Kunden wird im Social Web geredet. Sie können auch Ihre Produkte vorstellen und loben. Aber Facebook ist kein Abverkaufskanal, der wie ein Shopping-Sender funktioniert. Mit zu aggressiven Vertreter-Methoden schrecken Sie mehr Nutzer ab, als das Sie direkte Käufer gewinnen. Gestalten Sie Ihre Social-Media-Präsenzen lieber so, dass möglichst viele begeisterte Fans auf Ihre entsprechenden Verkaufsplattformen weitergeleitet werden.

4.
Es klingt blöd, muss aber immer gesagt werden: Stellen Sie keinen Student ein, der sich nebenbei um Facebook kümmert. Die Social-Media-Kommunikation muss aus dem Herzen eines Unternehmens kommen oder von Profis erledigt werden. Denn bei jedem Posting schwingt immer auch die DNA einer Marke mit. Nur wer Facebook, Twitter & Co. wirklich ernst nimmt, wird auch ernstgenommen. Allerdings spricht nichts dagegen Teile des Community-Managements später an ein engagiertes Studenten-Team auszulagern. Aber die Oberaufsicht und strategische Kontrolle, auch des täglichen Geschäftes muss in der Hand von Profis bleiben.

0 Comments

  1. Hallo Jutta,

    was möchtest du denn mit deinem Kommentar zum Ausdruck bringen? Dass die eigentlichen Profis nur Schein-Experten sind? Dass die wahren Experten arbeitslose Hausfrauen sind? Oder dass man bei Unternehmen (ob Großkonzern oder nicht) nur einen Job bekommt, wenn man studiert hat, obwohl ein einfaches Buch ausreicht, um sich das Know How drauf zu schaffen?

    Um eins klar zu stellen: Ein Social Media Manager besucht nicht mal eben einen Kurs und verdient dann 100.000 p.a. Wenn dem so wäre, sollte ich schleunigst meinen Arbeitgeber wechseln 🙂

    Ein einfacher Kurs reicht da auch nicht aus. Ein überdurchschnittlich abgeschlossenes Studium mit Schwerpunkt Online/Social Media Marketing oder Kommunikationswissenschaft, langjährige Berufserfahrung auf einer vergleichbaren Position, zumindest aber einschlägige Erfahrung im Bereich PR und Öffentlichkeitsarbeit sind Grundvoraussetzung einer jeden Stellenbeschreibung. Also hier bitte keine Märchen, von wegen einen kleinen Kurs besuchen und dann ne Menge Geld verdienen. Dem ist nicht so!

    Deines Erachtens nach reichen also ein paar Bücher, um sich alles anzueignen? Man muss nicht studieren und Erfahrung sammeln? Du traust dir also zu, nach ein paar Büchern über die Prinzipien des Social Media Marketings und die Markenkommunikation im Internet die Verantwortung der Social Media Strategie und Maßnahmen von Audi, Bayer oder der Telekom zu übernehmen?? Respekt! Dann mach dich doch selbstständig und verdiene dir als freier Social Media Berater ne goldene Nase….Hätte ich auch schon gemacht, wenn das alles wirklich so einfach wäre… 🙂

    Viele Grüße
    Christina

  2. 1.)
    http://www.youtube.com/watch?v=ux3jRr6Hzgo&feature=autoplay&list=ULhpK_QnYi8vY&playnext=2
    2.)http://www.youtube.com/watch?v=RW5uHzxEA04

  3. Hallo,
    sie schreiben von Profis.Welche Profis? Die Großkonzerne stellen nur Menschen mit Studium aus Kommunikation und Wirtschaft ein.Diese Besuchen einen Kurs in Social Media und das wars.Diese „Experten“ haben ein Jahreseinkommen von ca.100.000.
    Social Media kommt aus USA.Gerade Frauen sind stark in Kommunikation.Social Media Manager gibt es seit ca.2 Jahre und ist erst 2011 in old Germany angekommen.Angefangen haben Arbeitslose Frauen/Hausfrauen.Hierzu mal Videos zu Info:http://www.youtube.com/watch?v=hpK_QnYi8vY Bücher/Videos (vor allem aus USA) reichen aus sich das notwendige know how anzueignen.Grüße Jutta

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