Fan oder Unternehmen: Wer twittert besser?

By Alexander Becker
In Juni 25, 2012

Wer twittert besser: Ein Fan oder ein Unternehmen? Spätestens im Laufe des heutigen Montags wird man diese Frage anhand des Twitter-Profils der Berliner S-Bahn überprüfen können.

Die Verkehrsbetriebe der Hauptstadt übernehmen gerade den Twitter-Account @SBahnBerlin. Aufgebaut und gepflegt wurde der Twitter-Account bislang von einen Fan. Dieser übergibt den Kanal nun an die S-Bahn.

SBahnBerlin

„Nach Angaben des bisherigen Profil-Inhabers, der unerkannt bleiben möchte, habe die S-Bahn schon vor längerer Zeit Interesse signalisiert. Da er auch gegenüber dem Unternehmen immer anonym aufgetreten sei, habe er auch kein Geld für sein bisheriges Engagement verlangt. „Das wäre mir auch unangenehm, weil es mir nur um die Berliner S-Bahn geht.“ Auch sei ihm ein entsprechender Job angeboten worden. „Ich habe aber schon einen guten Job und möchte diesen auch behalten““, erzählt die Berliner Morgenpost.

SBahnBlog

Der Clou an der Aktion ist allerdings, dass der ehemalige @SBahnBerlin-Twitterer ein neues Profil angelegt hat. Unter @SBahnBlog will er nun „Wissenswertes über die Berliner S-Bahn von Fan zu Fan“ zwitschern.

So kommt es nun zu der seltsamen Situation, die im gewissen Sinne zwei Twitter-Accounts gegeneinander antreten. Jetzt muss das Unternehmen zeigen, dass es auch wirklich den Kommunikation-2.0-Anforderungen gewachsen ist.

0 Comments

  1. Pingback: Case Study: Der solide Twitter-Start von S-Bahn Berlin - ethority Social Media Intelligence Blog

  2. @Kuttenmonster und @MartinBludau
    Ich finde, dass die S-Bahn gar keinen so schlechten Job macht. Es ist richtig, dass die neuen Corporate-Twittere noch nicht mit anderen Zwitscheren kommunizieren. Aber die Berliner sind erst am Anfang. Geben wir den Account einmal eine Woche.

  3. Der „so genannte“ 1. S-Bahn Berlin Twitter Account hat Recht: Er hat den ersten S-Bahn Berlin Twitter Account ins Leben gerufen.

    Das war es dann aber auch schon!

    12 Stunden Job seit 2009 bei 2000 Tweets? Laut Twopcharts sind das durchschnittlich 0,8 bis 1,7 Tweets pro Tag. Sehr informativ für seine vielen Follower!

    Ich erinnere mich gerne an sehr wichtige Tweets von ihm wie z. B.:

    – Sparkasse bzw. Sparkassenautomat Ostbahnhof
    – Müllecke auf dem S-Bahnsteig Ostbahnhof
    – Der längste Zug (16 Wagen) am Ostbahnhof

    Hups?! Alles wichtige Meldungen vom Ostbahnhof??? Wohnt da nicht auch in unmittelbarer Nähe der … der … der … ich komm grad nicht auf seinen Namen.

  4. Hallo,

    alles nur die halbe Wahrheit die da in der Morgenpost und von der S-Bahn Berlin Gmbh selbst verbreitet wird.

    Vor gut 3 Jahren habe ich den ersten S-Bahn Berlin Twitter Account @s_bahn_berlin ins Leben gerufen, die S-Bahn war dort bereits schon in der Krise und kaum in der Lage in Echtzeit zu informieren.

    Diese Herausforderung nahm ich trotz 12 Stunden Job ehrenamtlich und völlig uneigennützig an. Als sich die Krise Ende 2010 dann verschärfte und im Winter 2010/2011 alles bisher da gewesene noch toppen sollte, schrieb ich die S-Bahn Berlin per E-Mail an. Ich bot dem Marketing Chef Tom Hartung meinen Twitter Account mit damals schon fast 3000 Followern an.

    Zu dieser Zeit konnte ich den gewaltigen Berg der Information kaum allein erklimmen. Tom Hartung schrieb mir damals, am 20.10.2010 zurück man werde sich die Sache mit Twitter überlegen und sich dann bei mir wieder melden. Was nie geschah.

    Heute feiert man den Schritt der Berliner S-Bahn als fast schon revolutionär. Dabei setzt sich das Unternehmen ins gemachte Nest, die Krise ist fast überwunden, der große Shitstorm bleibt also aus.

    Man könnte fast auf den Gedanken kommen die S-Bahn hat zum Höhepunkt der Krise Ende 2010 meinen Twitter Account mit Absicht nicht angenommen. Fast hätte man auch denken können die Züge wurden mit Absicht nicht gewartet.

  5. Hallo da draußen,

    habe gestern dreimal den Dialog mit @SBahnBerlin versucht und keine Antwort erhalten, während der alte Betreiber unter @SBahnBlog weiterhin dialogisch arbeitet. Bei allen Anlaufschwierigkeiten, die man einräumen muss, scheint es wohl eine Weisungslage zu geben, die den direkten, öffentlich einsehbaren Dialog zwischen @SBahnBerlin und seinen Followern zumindest zunächst nicht vorsieht. Die Aktualität des alten Accounts, der auf Fahrgastmeldungen direkt reagierte, wird der neue Account so nicht erreichen. Der Betreiber muss dringend nachbessern. Der Humor wird mit der wachsenden Routine und gewährten Freiräumen für die zwitschernden Mitarbeiter sicherlich irgendwann möglich sein; jedoch muss dazu eine grundsätzliche strategische Entscheidung pro Dialog durch die Leitung erfolgen. Das vereinzelte Reagieren auf Tweets der Follower per Direktnachricht ist mittelfristig kein Ersatz für den öffentlich geführten Dialog. Möge die Einsicht bei @SBahnBerlin in den nächsten Tagen kommen. Hope so.

  6. Hallo zusammen,

    mein Fazit des ersten Tages steht fest, die SBahn hat versagt. Leider verweigert der SBahnAccount der nun unter Regie der SBahn Berlin gepflegt wird, jedweden Dialog mit den Kunden der SBahn. Auch Meldungen verhallen ungehört im Äther des WWW.

    Schade, leider wurde kaputtgemacht, was so hervorragend funktioniert hatte. Schäm dich SBahn Berlin.

Leave A Comment