Social Media-Strategie: Der Wert von Reputation und Glaubwürdigkeit

Es gibt einen Umstand, den viele Social Media-Experten und Strategie-Berater immer wieder vergessen, aber für die meisten Corporate Communications Manager ein ganz wichtiger Faktor ist. Noch wichtiger wie die Fan- und Followerzahlen, die eine Marke oder ein Unternehmen bei Facebook, Twitter & Co. haben, sind ihre Reputations- und Image-Werte. Denn das ist im Wirtschaftsleben noch immer eine der wichtigsten Währungen. Dies belegen zwei Studien gerade mal wieder eindrucksvoll.

Erste Studie: Reputation von CEOs
Zum einen hat das Deutsche Institut für Kommunikations- und MedienTraining (DIKT) gerade die Schwerpunkte ergründet, die Unternehmen bei Auftritten ihrer Führungskräfte in Medien besonders hoch bewerten. Das Ergebnis laut Pressemitteilung: “91 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass ihre Manager vor allem ‚Glaubwürdigkeit‘ vermitteln sollen. Gleichauf, da Mehrfachnennungen von Kriterien möglich waren, liegt ‘Kompetenz’. Weniger Wert wird dagegen auf einen ‘sympathischen’ Eindruck (31 Prozent) sowie auf die ‘Verkörperung des Unternehmens im Sinne der Corporate Identity’ (17 Prozent) gelegt.”

Befragt wurden die Kommunikationsverantwortlichen von Unternehmen aus DAX, M-DAX, Tec-DAX und S-DAX, sowie weitere ausgewählte Großunternehmen. Ein weiteres spannendes Ergebnis förderte die Frage zu Tage, wie die Manager in Interviews durch die Journalisten wahrgenommen werden sollten. Nur neun Prozent antworteten mit „auskunftsfreudig“. Hundertprozent sagten „kompetent“, 74 Prozent  „offen“ und 52 Prozent „detailstark“.

Zweite Studie: Global RepTrak Pulse 2012
Die zweite spannende Studie beschäftigt sich mit der Reputation einzelner Unternehmen. Diese hat das Reputation Institute in seiner jährlichen Global RepTrak™ 100-Studie untersucht.

Global RepTrak™ Pulse 2012

Global RepTrak™ Pulse 2012

“Demnach ist BMW das Unternehmen mit der weltweit besten Reputation. Sony und die Walt Disney Company liegen auf den Plätzen zwei und drei”, fasst Karsten Füllhaas die Ergebnisse auf seinem Blog zusammen. “Google – in den beiden vergangenen Jahren noch auf Platz eins – ist auf den sechsten Rang abgerutscht. Auch Apple muss eine schlechtere Platzierung in Kauf nehmen und findet sich dieses Jahr auf dem fünften Platz, nach Platz zwei in 2011.”

Für die Social Media-Strategie eines Großunternehmens bedeutet dies, dass Reputationsthemen wie z.B. Nachhaltigkeit (CSR) oder Innovation stärkere Berücksichtigung finden sollten. Die Stakeholder erwarten von modernen Top-Managern auch die Kommunikation über eigene Social Media-Profile. In meiner Tätigkeit als Berater sehe ich natürlich auch die damit verbundenen Herausforderungen und höre viele Argumente gegen das persönliche Engagement von CEOs. Vor allem die Angst vor dem Shitstorm, fehlende Strukturen und der Mangel an Zeit werden häufig als Gründe gegen ein Engagement genannt.

Siehe dazu auch: Social Media Impact – Warum CEOs und Top-Executives selber twittern sollten.

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  1. That’s a nicely made anwser to a challenging question

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