Studie: Top 100 – Die besten Unternehmen bei Wikipedia

By Sten Franke
In Mai 30, 2012

Dieses Thema klingt erst einmal abwegig, sollte jedoch in den meisten Unternehmen ein ganz heißes sein. Es gibt noch immer viele Companys, die zum einen ihren Wikipedia-Eintrag nicht richtig kennen und zum anderen unterschätzten, dass diese Informationsquelle dank ihrer Top-Positionierung bei Google oftmals das Erste ist, was potentielle Kunden von einer Firma sehen, wenn sie im Web nach Informationen über das Unternehmen suchen.

So hat sich eine Jury des Mailänder Marktforschungsinstitutes Lundquist einmal die Wikipedia-Seiten von 100 europäischen Firmen in der englischsprachigen Wikipedia angesehen. Neben der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Informationen achteten sie besonders auf die Zahl der Einzelnachweise und Autoren, sowie die Häufigkeit der Aktualisierungen.

Tatsächlich ist es ein weitverbreitetes Vorurteil, dass sich Firmen nicht selbst beim Verfassen und Korrigieren der Artikel über sie beteiligen dürften. Es darf halt nichts geschönt werden und jede Aussage muss mit einer von der Wikipedia zugelassenen Quelle belegt werden.

Wiki-Nokia
Als einzige deutsche Firma schaffte es die Deutsche Bank unter die Top-Ten. Die Frankfurter belegten Position 8, BMW schaffte es auf Platz 19, Bayer, Siemens und Eon müssen sich Rang 23 teilen. Für Daimler reichte es nur die Position 27. Volkswagen findet sich sogar nur auf Platz 31.

Grundsätzlich bemängelten die Marktforscher, dass bei vielen Wikipedia-Artikeln die Konzernstruktur für den Leser nicht deutlich werde. Auch würden vielfach biographische Angaben zu den Führungskräften der Unternehmen fehlen.

Einen überraschenden fünften Platz holte der internationale Bergbaukonzern Rio Tinto. Auf Position vier landete die britische Supermarktkette Tesco, hinter BP. Beim Ölkonzern beeindruckte die Jury, dass der Eintrag in der Enzyklopädie eine detailreiche Dokumentation zur Ölpest im Golf von Mexiko im Jahr 2010 enthält.

Die Top-Positionen gehen an zwei Telekommunikationsriesen. Vodafone belegte Platz zwei, knapp hinter Nokia. Die Finnen haben nach Meinung von Lundquist die besten Wikipedia-Eintrag der wichtigsten hundert europäischen Unternehmen.

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