So gut funktioniert Instagram als Marketingtool

By Sten Franke
In April 17, 2012

Ein Kauf als Weckruf und Startschuss für eine neue Goldgräberstimmung unter den Werbeexperten: Durch Facebooks Instagram-Kauf ist die Fotocommunity auf einmal in das Zentrum des medialen Interesses gerückt.

Instagram

Die direkte Folge: Auch die Marketing- und Werbe-Experten entdecken das ungeheure Potential des Networks. Denn schließlich geht es bei Instagram ausschließlich um gute und emotionale Bilder. In diesem Metier ist es schwer den Werbe-Profis etwas vorzumachen.

Der logische Schluss daraus: Marken und ihren Image-Machern bietet die Fotocommunity große Möglichkeiten sich vorteilhaft in Szene zu setzten. So können über den Dienst wunderbar Behind-the-Scenes-Bilder geteilt werden oder gar eigene speziell auf die Vorlieben der Nutzer zugeschnittene Kampagnen Motive gespielt werden. Wahrscheinlich steckt in Instagram aus visueller Marketing-Sicht ein ähnliches Potential wie in dem aktuellen Hype-Netzwerk Pinterest.

Für Marketing-Experten stellt sich die Frage nach dem Sinn des Instagram-Kaufes durch Facebook im Return on Invest für das Social Network. Auf deutschen Nachrichten-Sendern wurde Instagram als “Klitsche” bezeichnet und der Kaufpreis “für deutsche Verhältnisse” als “unvorstellbar” dargestellt. Schaut man jedoch genauer hin und nimmt eine typische Bewertung nach dem “Preis pro User” vor, stellt man fest: Instagram ist für Facebook ein Schnäppchen! Denn beim Fotodienst zahlte das Social Network nur 29 US-Dollar pro User. Bei Skype kostete ein Nutzer beispielsweise satte 241 US-Dollar.

Die 29 Dollar pro Nutzer dürfte Facebook auf jeden Fall einspielen. Denn noch hat sich niemand ernsthaft mit der praktischen Vermarktung des Foto-Dienstes beschäftigt. Dass Facebook in diesem Bereich nicht mehr in der Amateur-Liga spielt, zeigt Global Facebook Advertising Report von TBG Digital (TBG). Demnach gelang den US-Amerikanern die durchschnittlichen Kosten pro Tausend Werbeeinblendungen (CPM) seit Anfang 2011 um 41 Prozent zu steigern. Allein im ersten Quartal 2012 stieg der durchschnittliche CPM in den wichtigsten Märkten USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien und Frankreich um 15 Prozent.

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