Social Media Impact – Warum CEOs und Top-Executives selber twittern sollten

By Sten Franke
In April 3, 2012

Im Social Web kann der Chef den Unterschied machen. Nach einer Studie von Brandfog wird die Social Media-Wahrnehmung einer Marke positiv von dem Umstand beeinflusst, ob der CEO der Company selbst bei Twitter, Facebook & Co. aktiv ist. So sind 78 Prozent der befragten Personen der Meinung, dass es positive Folgen für die Kommunikation eines Unternehmens hat, wenn der Boss selbst in die Rechner- bzw. Smartphone-Tasten haut. 71 Prozent glauben, dass dadurch das Marken-Image gesteigert wird und 64 Prozent sind davon überzeugt, dass eine Firma mit zwitscherndem oder facebookendem Management als transparenter empfunden wird.

emarketer
Quelle: Emarketer.com

Einmal danach gefragt antworten 82 Prozent der Befragten, dass sie es für „wichtig“ oder gar „sehr wichtig“ halten, wenn der CEO selbst in den sozialen Medien aktiv ist. Ein besonders spannendes Ergebnis der Studie ist zudem, dass ein CEO, der persönlich bei Facebook oder Twitter die Interessen einer Firma vertritt, das Vertrauen der Mitarbeiter in die eigene Company steigert. Davon sind zumindest 82 Prozent überzeugt.

Es macht allerdings einen erheblichen Unterschied, ob der Chef selbst twittert, postet und kommentiert oder das an eine externe Agentur outgesourced hat. So belegt eine aktuelle schweizer Studie von Bernet PR aus Zürich wieder einmal, dass im Social Web Authentizität eine der wichtigsten Währungen überhaupt ist. „Das geht nur mit der eigenen Stimme“, schreibt Michael Walther dazu. „Delegieren lassen sich Konzepte, Strategien und Programmierung, sprechen soll man selbst.“ Zum Start würde es wohl reichen, wenn der Sprecher oder ein wirklich enger Mitarbeiter für den Boss spricht.

Angela Merkel und ihr Sprecher Steffen Seibert sind dafür ein gutes Beispiel. Seit der ehemalige ZDF-Journalist twittert, ist die Bundeskanzlerin – zumindest gefühlt – wieder näher am Bürger.

Am Ende des Tages geht es jedoch – zumindest in Firmen – immer um Umsätze und Gewinne, und auch hier kann ein CEO für positive Effekte sorgen. Denn die Brandfog-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass rund 77 Prozent der Befragten von einer Marke bzw. einen Unternehmen kaufen, dessen Management-Team selbst mit den Konsumenten über die eigenen Produkte spricht.

Nachdem wir uns die Ergebnisse einmal durch den Kopf haben gehen lassen, fragen wir uns: Welcher Deutsche CEO eines größeren Unternehmens twittert selbst? Nicht viele, das ist sicher. Dabei wird offensichtlich, welches enorme Potential so gut wie alle Unternehmen liegen lassen.

>>CEOs und Top Executives auf Twitter:

Ranking Tech Companies Executives on Twitter by Robert Scoble

Atkinson Public Relations – list of top executives using Twitter

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