Google Analytics soll jetzt auch den ROI analysieren

By Sten Franke
In März 27, 2012

Google hat die Zeichen der Zeit erkannt. Die Frage nach den Return on Investment (ROI) bei Social Media-Kampagnen ist wohl eines des wichtigsten Themen des Jahres. Denn viele Unternehmen sehnen sich geradezu nach funktionierenden und einfachen Lösungen.

So kommt eine neue Untersuchung von Iron Mountain zu dem Schluss, dass die meisten europäischen Unternehmen nach wie vor nicht wissen, wie sie mit Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder XING umgehen sollen. „Zwar sind sich 94 Prozent (europaweit 86 Prozent) der in der Studie befragten deutschen Unternehmen darüber bewusst, dass Kommunikation über Social Media-Kanäle unter Umständen als formaler Geschäftsvorgang einzuordnen ist“, heißt es in dem Papier. „Gleichzeitig sehen sich aber 72 Prozent der deutschen Unternehmen (europaweit 63 Prozent) nicht in der Lage, die in sozialen Netzwerken ausgetauschten Daten und Informationen entsprechend zu erfassen“.

Tatsächlich existieren längst Tools und Lösungen mit denen sich sehr exakt der ROI fast aller Social Media-Kampagnen messen lassen. Unser gridmaster ist beispielsweise eines.

Solche Angebote wie unsere und andere Monitoring-Tools befriedigen ein immer größer werdendes Bedürfnis. Google will in diesem Markt jetzt auch mitmischen und bohrt deshalb sein Analyse-Tool Google Analytics auf. Denn schon bald soll es auch den ROI messbar machen. Allerdings nur bei einigen weniger wichtigen Quellen wie Blogger.com. Eine tiefe Anaylse von Top-Angeboten wie Facebook oder Twitter ist noch nicht möglich.

„Google Analytics will damit nach eigener Aussage die Lücke zwischen Social Media und den belastbaren Geschäftskennzahlen schließen“, schreibt t3n. „Gelingen soll dies, indem der Traffic, der über die verschiedenen sozialen Kanäle reinkommt, nicht nur gemessen, sondern auch weiterverfolgt wird.“ So sollen sich direkte Rückschlüsse auf die Conversions-Rate schließen lassen.

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Google verspricht Rückschlüsse auf den Social Value

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Besucherzahlen aus dem Social Web

Tatsächlich ist der ROI ist jedoch nur eine Seite der Medaille, die andere sind die Key Performance Indikatoren (KPI). Denn ohne sie ist kaum eine relevante und nachvollziehbare Erfolgsmessung von Social-Media-Kampagnen möglich. Möchte man diese messen, so hilft Google Analytics hier noch nicht weiter. Dazu greift man besser zu etablierten Monitoring-Tools, wie etwa unserem gridmaster. Diese können neben dem ROI auch Sentiments, Buzz, Demographie, Trends und semantische Daten erheben. Nur so können die Aktionen auch wirklich nachhaltig und zielorientiert platziert werden. Global betrachtet geht es immer darum: Brand Awareness, Sales, Profit, Kundenzufriedenheit und -Loyalität zu steigern. Noch immer definieren jedoch viele Unternehmen bei der Erfolgsbewertung von Kampagnen die reine Masse der drei F (Friends, Follower und Fans). Ob bei Facebook oder Twitter – die reine Anzahl der Freunde, Anhänger oder Follower sagt wenig über deren Interaktionsrate aus.

Mit den fünf wirklich wichtigen Standard-KPIs scheint das neue Google-Tool offenbar nicht zurecht zu kommen. Heißt: Das neue Angebot krazt nur an der Oberfläche. So einfach die Bedienung von Google-Analytics auch immer ist, ersetzt es jedoch nicht ein ausgefeiltes Profi-Tool. Tatsächlich hat das neue Angebot der Web-Company das Zeug den vielen rudimentären Monitoring-Angeboten, denen die nötige Tiefe fehlt, künftig das Leben sehr schwer machen können.

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