Wann Sie in Social Media NICHT aktiv werden sollten!

By ethority - social media intelligence team
In Oktober 18, 2011

Man könnte meinen, Social Media wäre brandneu. Kommt jetzt die Phase, wo Unternehmen auch „drin“ sein wollen? Sie sollten zumindest – und das eigentlich schon seit langem. Ich muss immer an eine Wandertour über den Brocken (Berg im Harz, Anm. d. Red.) denken wo ich auf ein Café stieß mit einem Schild im Fenster: „Jetzt neu! Superschnelles Surfen dank ISDN-Kanalbündelung!“ – das ist erst wenige Jahre her. 3 vielleicht.

Für alle Unternehmen die der Meinung sind, Social Media nicht zu benötigen hier 10 Gründe, wann man eben nicht im Social Web aktiv werden sollte. Zum ausdrucken, für das Print-Handbuch, die Mitarbeiterzeitung oder den goldenen, verschnörkelten Rahmen im Chef-Büro:

1. Facebook? Ich muss doch nicht so ein „junge Leute“ Ding mitmachen. Das ist doch eh nur Spaß, was dort passiert. Kein Business.

2. Google+? Das wird doch auch so ein Rohrkrepierer wie Second Life.

3. Twitter? In 140 Zeichen kann meine Sekretärin besser arbeiten als meine Angestellten im Internet.

4. Kommunikation? Wozu bezahle ich ein CallCenter? Cold Calls sind doch viel effektiver!

5. Social was? Media? Papier ist beständig, ich buche lieber Anzeigen in der Regionalzeitung!

6. Strategie? Meine Strategie heißt: Ich muss nicht jeden Trend mitmachen. Das war in den letzten 20 Jahre erfolgreich und gilt auch für die nächsten 20 Jahre.

7. Wettbewerber? Ich habe keine Wettbewerber. Meine Produkte sind unschlagbar, das weiß jedes kleine Kind und sogar Google.

8. Analysen? Ich weiß, was meine Kunden denken. Dafür brauche ich kein „Monitoring“ oder Analysen von irgendwelchen Nerds.

9. Love Brand? Emotionen haben in meinem Business nichts zu suchen. Bei mir zählen Fakten.

10. Social Commerce? Meine Kunden kaufen nicht im Internet. Sie wollen klassische Beratung.

In diesem Sinne,

viel Spaß beim Nachdenken!

8 Comments

  1. Ich habe auch mehr erwartet nachdem ich die Headline las, aber Chris Wiese hat es ja dann noch halbwegs gerettet=) Dennoch kenne ich diese Aussagen von Kunden nur zu gut.

  2. Pingback: Social Media Marketing – Ja bitte! (6/10) - ethority Social Media Intelligence Blog

  3. Pingback: Social Media Marketing – Ja bitte! (2/10) - ethority Social Media Intelligence Blog

  4. die vor mir stehenden 3 kommentare sind des pudels kern und machen also weit heruntergescrollt endlich den titel, was er eigentlich aussagen sollte, differenzierbar und aussagekräftig – sehr gut meine herren, dem ist nichts mehr hinzuzufügen, um den artikel glorreich beenden lassen zu können.

    sicherlich stehe ich nicht alleine in twitter und google+, wenn ich sage, dass ich das gesamte thema smm schon nicht mehr hören und lesen kann – ein toller „platzhalter“ für gelangweilte menschen!

    liebe grüße

    … wellnesslady

  5. Pingback: Wann Sie in Social Media NICHT aktiv werden sollten! - ethority Social Media Intelligence Blog | "Socialmedia für Unternehmen" | Scoop.it

  6. Ich sehe den Artikel mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Einerseits kann ich über die Top10-Liste lachen, und dafür ist die Liste auch sicherlich gemacht, andererseits hat der Artikel aber auch einen sehr ernsten Hintergrund.

    – Fakt ist, Social Media bietet die Möglichkeit im Marketingmix den Kunden dort zu erreichen, wo er sich aufhält

    – Fakt ist, Markenkommunikation muss immer dort stattfinden, wo sich die Konsumenten befinden

    – Fakt ist, der Markt hat sich gewandelt vom push zum pull Marketing

    – Fakt ist, wo sich Experten bereits damit rühmen, die ultimative Strategie für ein erfolgreiches Social Media Marketing gefunden zu haben, weiß ein Großteil der Unternehmer immer noch nicht, was mit dem Begriff überhaupt gemeint ist

    – Fakt ist, Social Media ist kein Hype mehr, und muss im Marketingmix integriert werden

    – Fakt ist, viele Marketing und PR Agenturen die in der klassischen Werbung tätig sind, haben zum teil nicht die Kompetenzen für Social Media. Spätestens bei Social Media Guidelines und Reputationsmanagement ist Schluss, von einer erfolgreichen Strategie und Monitoring mal ganz abgesehen

    – Fakt ist, dass sind genau jene Agenturen, die nicht anerkennen wollen, dass Social Media eine eigene Fachkraft braucht und das Können der Social Media Manager auch nicht anerkennen. Statt sich Hilfe zu holen, wird von der Möglichkeit Social Media Marketing zu betreiben, lieber abgeraten.

    – Fakt ist, Facebook allein bringt den Unternehmer den Kunden nicht näher und umgekehrt, aber leider legen viele Unternehmer ohne Plan im blinden Aktionismus los, und wundern sich wenn nichts passiert

    – Fakt ist, Unternehmer können Social Media nutzen, um z.B. durch Crowdsourcing, Hilfe bei Marketingentscheidungen zu bekommen

    – Fakt ist, Social Media wird von Unternehmern immer noch als „einfach“ betrachtet und lassen einen Praktikanten für sich im Social Web tätig werden. Social Media gehört in die Unternehmenskommunikation und muss durch eine Fachkraft oder einer externen Agentur übernommen werden

    Oder hier die Kurzfassung, viele Unternehmer in Deutschland, gerade KMU`s, haben das Potential von Social Media noch nicht erkannt und das ist das Traurige!

    Diese Auflistung ließe sich sicherlich noch um einige Punkte ergänzen, und meine Erfahrung ist, dass viele Unternehmer gerade KMU´s einfach kein Interesse daran haben, sich mit den neuen Medien auseinander zu setzen.
    Sicherlich kommen einige Punkte aus der Auflistung „Wann Sie in Social Media NICHT aktiv werden sollten!“ mit hinzu, aber genau für diese Punkte gibt es eben Social Media Manager, die sich damit auseinander setzen.
    Ich würde daher die Auflistung nicht verallgemeinern, sollte nach eingehender Beratung sich herausstellen, dass Social Media nicht für das Unternehmen als Marketingmöglichkeit in betracht kommt, hat man es wenigstens auf schwarz auf weiss.
    Eine gute Social Media Agentur erstellt solch eine Analyse zusammen mit dem Unternehmer übrigens kostenfrei.

  7. Hallo Chris,

    guter Beitrag, den ich aber gerne noch leicht modifizieren möchte: „Wenn Sie nicht…“ ist die falsche Formulierung. Unwissenheit sollte einen nicht davon abhalten es nicht zu tun, sondern nur dafür sorgen, dass man sich vorher informiert und es danach angeht.

    Es gibt keinen Grund nicht in Social Media aktiv zu sein.

    Man kann aber den Involvierungsgrad deutlich differenzieren:

    1. Man liest nur mit was über das eigene Unternehmen gesagt wird
    2. Man liest mit und reagiert umgehend, umfassend und authentisch (DELL macht das vorbildlich)
    3. Man nutzt nur die Kanäle, die für das eigene Unternehmen relevant sind, für die man ausreichend Zeit hat und bei denen man eine Idee (Social Media Strategie) hat
    4. Man nutzt alle Kanäle… (aber Bitte nur mit einer konkreten Idee und genügend Manpower!)
    5. Man überlässt sein Unternehmen der „Crowd“ und arbeitet gemeinsam an der Zukunft des Unternehmens (das ist ziemlich visionär und braucht eine starke Marke bzw. Produkte)

    Viele Grüße
    Alper

  8. Ich finde diesen Artikel sehr banal und ich hätte an dieser Stelle „mehr“ erwartet.

    Aus meinem beruflichen Umfeld, das Social Media Marketing nur anschneidet, könnte ich adhoc konkrete Fälle nennen, warum ein Unternehmen optimaler Weise darauf verzichtet, in Sachen „Social Media“ aktiv zu werden … genauso wie es für den Cafe-Betreiber im Harz optimal sein kann, auf gebündeltes ISDN zurückzugreifen und es als superschnell zu betiteln … auch in 5 Jahren noch.

    Platitüden oder Ironie finde ich nicht zweckmässig, um das Thema inhaltlich weiter zu bringen oder um Unternehmen zu motivieren will, sich mit dem Thema sachlich zu befassen. Denn eins ist klar: Social Media Marketin ist NUR ein weiteres Instrument im Marketing Mix. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    In welchem Grad Unternehmen diese Instrumente einsetzen sollen, wollen und vor allen auch können, ist differenziert zu betrachten.

    Ich hätte daher an dieser Stelle eine Artikelreihe oder min. die Top 10 List in der Form erwartet, die tatsächliche Hinderungsgründe aufarbeiten und Denkanstöße gibt, z.B.:

    Wann Sie in Social Media NICHT aktiv werden sollten!
    – Wenn Sie keine Ziele für die Instrumente vorgeben können
    – Wenn Sie nicht wissen, ob die Zielgruppe im Social Web aktiv ist
    – Wenn Sie nicht wissen, ob Ihre Produkte oder Dienstleistungen für Social Media Marketing eignen
    – Wenn Sie nicht wissen, ob sich Ihre Marke oder Ihr Image für Social Media Aktivitäten eignet
    – Wenn Sie daraus Social Media Strategie ableiten können
    – Wenn Sie nicht wissen, welche Plattformen für Sie effektiv sind
    – Wenn Sie nicht wissen welche Inhalten sie platzieren können
    – Wenn Sie nicht genug Personal zu laufende Betreuung Ihrer Online-Aktivitäten haben
    – Wenn Sie sich über die rechtliche Situation bei der Veröffentlichung von Inhalten in Ihrem Profil haben
    – Wenn Sie nicht wissen, wie „langfristig“ Sie im Social Web aktiv sein wollen

    Grüsse
    Chris

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