Twitter verbessert Monitoring dank t.co

By Alexander Becker
In August 24, 2011

Klingt paradox, ist aber so: Obwohl Twitter neben Facebook das wichtigste Social Media-Tool ist, über das eine Vielzahl an interessanten und relevaten Web-Gesprächen geführt werden, ist es noch immer sehr schwer, den Traffic, der über den Zwitscher-Dienst auf die Seiten von Unternehmen, Medien oder Web-Shops fließt, zu messen.

Der Grund: Viele Nutzer des Microbloggindienstes zwitschern nicht über das Web-Frontend, sondern nutzen einen der unzähligen Clients und Mobil-Angebote, die es für Twitter gibt. Die Folge: In den Referrer-Stats der meisten Traffic-Analyse-Tools finden sich eine Vielzahl von Hinweisen, wo ein Nutzer herkommt, doch die Gesamtzahl aller Besucher via 140-Zeichen-Nachricht lassen kaum exakt bestimmen.

Für Webmaster ist dies besonders ärgerlich, weil sich im Gegenzug sehr genau sagen lässt, wie viele Besucher von Facebook den Weg auf ein Netzangebot gefunden haben.

Das soll jetzt aber besser werden, denn Twitter wertet nun seinen eigenen URL-Kürzer t.co auf. Ab sofort werden alle Links in Tweets und Direktnachrichten, wenn diese länger als 20 Zeichen sind, automatisch gekürzt. Das verbessert das Monitoring und sorgt zudem noch für einen verbesserten Schutz vor schadhafte Seiten, Phishing und Spam.

“Twitters t.co macht damit auch gleichzeitig den statistischen Fähigkeiten einiger URL-Verkürzer Konkurrenz”, analysiert t3n. “So kann der Traffic von Twitter jetzt mit Google Analytics sehr gut ausgewertet werden. Im Prinzip lässt sich sogar jeder einzelne Tweet mit einem Link auf die eigene Website analysieren, um neue Erkenntnisse über das Verhalten der Follower oder zum Aufbau eines erfolgreichen Tweets gewinnen.”

“Gleichzeitig verfestigt Twitter mit dem Schritt allerdings auch seinen zentralisierten Charakter”, schreibt Martin Weigert für Netzwertig. “ Bisher existierte für den Service keine automatisierte Möglichkeit, einzelne Links zu blockieren. Mit t.co kann dies zumindest in der Theorie nicht mehr ausgeschlossen werden.”

Die anderen URL-Verkürzer funktionieren auf jeden Fall auch weiterhin.

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