Google+ Unternehmensseiten: Gewinner und Verlierer

By ethority - social media intelligence team
In Juli 8, 2011

Google hat den Schritt gewagt und mit Google+ dem Social Media Giganten Facebook die Stirn geboten. In circa 2 Wochen sollen einige Hundert Unternehmen die Möglichkeit bekommen, in einer Beta-Phase die Unternehmensseiten ausgiebig testen zu dürfen, praktisch das Gegenstück zu den Fanpages bei Facebook.

Google hat mit den Circles ein gutes Gegenstück zu Facebook geschaffen – ist es doch möglich, den eigenen Content nur an die Personen zu geben, die dem entsprechenden Circle angehören. Und dort können dann die Company Pages aufschließen. Gezielte Seitenbeiträge für die Nutzer,  für die der Content auch relevant ist.

Es würde mich nicht wundern, wenn Google-Apps wie Maps in die Pages voll integriert wird. Ebenso wird es mit Sicherheit eine Schnittstelle zu Analytics geben, um eine deutlich bessere Statistik zu bekommen als es bei Facebook der Fall ist. So ließe sich auch messen, wie viele Besucher der Company Page nachher tatsächlich auf der eigenen Webseite landen. Für die Messung des “social engagements” ein großer Schritt nach vorn, ebenso für die ROI-Messung.

(Screenshot von t3n)

Wer wird der sein, der vom Start der Unternehmensseiten profitiert und wer der Verlierer?

Marken werden als erstes zu den Verlierern gehören, zumindest zu Beginn. Zuerst wird Google alle bisher eingerichteten Profile löschen, die als Instant-Unternehmensseite her gehalten haben (Google hat dies bereits bei einigen Marken durchgeführt); die Marke muss hoffen, in die Beta-Phase zu rutschen, um hinterher nicht als Verlierer da zu stehen, weil die Konkurrenz sich bereits über Wochen hinweg einen Platz auf der Pole Position gesichert hat durch Teilnahme am Beta-Programm. In der ersten Zeit wird es also schwer für Nachzügler-Marken, Fuß zu fassen, sofern nicht mit vollem Engagement gehandelt wird (was dann zu Lasten der Facebook Aktivitäten gehen kann, wenn nicht genügend human capital zur Verfügung steht). Widerum kann das Auslassen der Beta-Phase aber auch Vorteile mit sich bringen. Eine bessere Strategie für Google+ zu haben als der Wettbewerb, weil man mehr Planungszeit hatte ist nur einer der Gründe. Über kurz oder lang können alle Marken wieder gewinnen, da der Hype um Google+ aller Voraussicht nach nicht so schnell abebben wird. Die Marken haben durch Analytics dann vielmehr die Möglichkeit, spezifische ROI-Ziele zu entwickeln und diese zu monitoren. Besonders gut geht dies mit dem gridmaster.

Fans und Verbraucher werden die ersten sein, die von den Seiten profitieren werden. Aufgrund der Beta-Phase ist zu erwarten, dass die Unternehmen noch genauer hinsehen, wer was mit ihnen shared oder diskutiert. Die User haben also eine viel größere Macht, entsprechenden “Noise” zu erzeugen als aktuell bei Facebook. Auch wird es mit Sicherheit schon Aktionen geben, um zum Beispiel eine Analytics-Anbindung zu testen.

Und Facebook? Facebook wird erst einmal weitermachen wie bisher. Die nächsten logischen Schritte sollten in Richtung Weiterentwicklung der Fanpages gehen, vor allem im Bereich der Userkommunikation. Auch eine Anpassung der Statistiken wäre dringend nötig, denn Google+ hat mit Google Analytics DAS Killer-Tool, um hier Facebook ernsthaft Sorgenfalten ins Gesicht treiben zu können. Allerdings darf man die aktuelle Marktstellung nicht vergessen, die sich Facebook erarbeitet hat. Zig Millionen von Nutzern, die mittels Anzeigen direkt angesprochen werden können. Dadurch hat Facebook einen großen Puffer, um selber nachlegen zu können.

Sobald die Beta-Phase begonnen hat werden wir versuchen, mit ethority mitmischen zu können und berichten dann weiter an dieser Stelle.

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