Youropenbook: tolles Recherche-Tool und Facebooks schlechtes Gewissen

By Alexander Becker
In Februar 24, 2011

Es ist dasselbe wie bei Apple oder Google: Auch Facebook hat seinen dunklen Stellen, die oft mit deutschen Recht oder zumindest dem Rechtsempfinden vieler User widersprechen. Ein solcher Fall ist die Tatsache, dass das Social Network offenbar alle innerhalb der eigenen Infrastruktur verschicken Mails und geposteten Statusmeldungen inhaltlich überwacht.

Gesperrt werden von Facebook Inhalte, die verabscheuungswürdig, bedrohlich, oder pornographisch sind oder zur Nacktheit sowie zu Gewalt auffordern.

Ein solches Verhalten, ist beispielsweise in Sachen Kinderpornografie noch akzeptabel. Hier nutzt die US-Company nach eigenen Angaben seine Filtertechnik, Mails oder Statusmeldungen mit fragwürdigen Inhalt sofort auszusortieren.

Offenbar setzen die Programmierer in Palo Alto ihre technischen Möglichkeiten aber auch bei anderen Gelegenheiten ein. Die Diskussion um die Satire-Seite Lamebook war ein solcher Fall. Neuester Aufreger ist nun Youropenbook.

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Youropenbook wurde von amerikanischen Facekook-Kritikern entwickelt“, erklärt Focus Online, “um auf Datenschutzlücken hinzuweisen. Jeder kann die Seite wie eine Suchmaschine für Facebook-Profile nutzen, auch ohne Mitglied beim Netzwerk zu sein. Wenn man einen bestimmten Suchbegriff eingibt, ist dort alles zu finden, was die Facebook-Mitglieder jüngst gepostet haben – und was nicht nur ausdrücklich wenigen Freunden zugänglich gemacht wurde.“ Die Entwickler wollen zeige, wie offen und verletzlich Facebook in Wahrheit ist.

Auf der Seite selbst heißt es: „Facbook helps you connect and share learn why this is bad!

Die Macher haben mit ihrer Kritik zwar recht. Zeitgleich haben sie Firmen und Reputationsmanager aber auch ein klasse Tool zur freien Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe es sich einfach und schnell viele Informationen über sich selbst oder andere herausfinden lassen.

Für jeden, der mit Facebook arbeitet, gehört Youropenbook zu den wichtigen Grundrecherche-Mitteln – ob es Mark Zckerberg gefällt oder nicht.

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