Facebook-Party eskaliert: Social Networks sind ideal für Viral-Kampagnen

By Alexander Becker
In Februar 10, 2010

Ein weiterer Beweis, dass Social Networks längst in der ganz normalen Mainstream-Welt angekommen sind, liefert die Tatsache, dass die Klassiker der Offline-Pupertät längst auch über die modernen Online-Kanäle funktionieren.

Um gepflegt eine Party eskalieren zu lassen, brauchte es früher komplizierte Mundpropaganda- und Telefonketten, um genügend „Freunde“ zusammenzubekommen. Heute reicht ein Eintrag bei Facebook oder StudiVZ.

Ein aktuelles Beispiel liefert heute die „Rheinische Post“: „Eigentlich wollte eine 15-Jährige in der 1385-Einwohner-Gemeinde Nübel im Kreis Schleswig-Flensburg nur zehn Freunde zu einem “Sit-In” in ihr Elternhaus einladen. Die Gelegenheit schien günstig, waren ihre Eltern doch im Urlaub. Die Einladung in die “sturmfreie Bude”, die das Mädchen auf die Internet-Plattformen “Facebook” und “SchülerVZ” stellte, lasen auch andere. Statt der erwarteten zehn Gäste kamen etwa 80, von denen die 15-Jährige mehr als die Hälfte nicht kannte.“

Die Folge: „Die Feier geriet außer Kontrolle. Die Gäste plünderten die im Haus vorhandenen Vorräte – Speisen und Getränke. Sowohl Nachbarn als auch die 15-Jährige alarmierten die Polizei. Den Streifenbeamten bot sich ein chaotisches Bild. Der Fußboden des Untergeschosses war übersät mit zerbrochenen Flaschen, die Teppiche ruiniert, die Tapeten mit Bierspritzern übersät.“

Was lernen wir daraus? Platziert man die richtige Botschaft an der passende Stelle in einem Social Network, entsteht ein kaum mehr zu stoppender viraler Schneeball-Effekt. Ein Marketer kann also nicht oft genug an die 15-Jährige aus Nübel denken.

2 Comments

  1. so ein Quatsch – genau dieses Phänomen kennen alle Eltern pubertierender Jugendlicher – und zwar seit den 70ern. Wir waren damals 30 Teens in der sturmfreien Bude.
    Und meine 16 jährige Tochter hatte letztes Jahr 20 “typies” in der Bude ganz ohne social somethings.

  2. Das nenne ich mal Viralmarketing !

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