iPhone-App als PR-Instrument

By Alexander Becker
In Januar 6, 2010

Die Situation erinnert ein wenig an Facebook vor zwei Jahren: Alle reden darüber und eigentlich ist klar, dass es sich um ein prima PR-Tool für Unternehmen handelt. Doch nur die wenigsten Companys haben bereits den Schritt gewagt und machen mit.

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Dabei bieten sich Firmen im Bereich der Applikationen einige höchst interessante Möglichkeiten mit ihren Kunden zu kommunizieren und spielend was für den guten Ruf zu tun. Denn das wichtigste bei iPhone-Applikationen ist, dass sie Spass machen.

Den perfekten Mix aus Service, Spass und Imagetool gelang Pizza Hut mit seiner fast schon legendären iPhone-App, die zu einem echten Renner wurde. Innerhalb von zwei Wochen, kam die Applikation auf über 100.000 Downloads. Zahlen, von denen die Angebote der meisten Medienhäuser nur träumen können.

In Deutschland werden die PR-Möglichkeiten von Apps, noch immer von den meisten Marketingdirektoren kräftig unterschätzt. Bei einem Blick in den iTunes-Store finden sich unter den ersten hundert Plätzen der Rubrik Lifestyle nur 16 Firmen-PR-Applikationen.

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Hier die aktuellen Positionen von Brand-Apps innerhalb der Top-Hundert-Liste :

Platz 3 Dr. Oetker mit seinen Rezeptideen
Platz 6 Nesspresso
Platz 8 Zara
Platz 9 Zippo
Platz 37 iPhladelphia
Platz 39 Maggi
Platz 40 Ikea Catalogue 2010 UK
Platz 56 Nike
Platz 61 D&G
Platz 65 Gucci
Platz 66 Burger King
Platz 69 Mercedes Bent C63 AMG
Platz 71 Absolut
Platz 74 myEdeka
Platz 80 adidas
Platz 83 Hugo Boss

11 Comments

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  2. Der App-Store lehnt die meisten PR- / Marketing-Apps ab, da diese den Richtlinien nicht entsprechen (Werbung). Die genauen Entscheidungsgründe erfahren die Entwickler meist nicht, es gibt einige Apps, die meiner Meinung nach absolut als reine Marketing-App gelten, aber dennoch im App-Store zu finden sind. Man programmiert also ziemlich „ins Blaue hinein“ und muss immer mit einer Ablehnung rechnen, das ist natürlich sehr problematisch für meine Kunden. Ich glaube, dass sich die ganze Sache dahin entwickeln wird, dass sich App-Store-unabhängige Apps (HTML5-Apps) immer mehr durchsetzen werden und auf unabhängigen Plattformen angeboten werden. Damit mache ich ganz gute Erfahrungen.

  3. Warum reicht nicht einfach eine mobile Webseite? Warum direkt eine App? Dadurch schließt man doch Millionen Kunden aus, weil diese keinen iPhone haben. Ich als iPhone Nutzer finde ich mittlerweile völlig übertrieben, dass jetzt jede Firma seine eigene App hat, meistens haben sie einfach keinen Nutzen und sind überflüssig. Die Apps sind genauso ein Hype wie mit allen neuen Trends im Internet!

    -Homepage? Oh jede Firma muss eine Homepage haben, sonst kann sie bald Insolvenz anmelden.
    -Blogs? Oh jede Firma muss einen Blog haben, sonst kann sie bald Insolvenz anmelden.
    -Facebook? Oh jede Firma muss einen Facebook Fanseite haben, sonst kann sie bald Insolvenz anmelden.
    -Twitter? Oh jede Firma muss einen Twitter Account haben, sonst kann sie bald Insolvenz anmelden.
    Apps? Oh jede Firma muss eine App haben, sonst kann sie bald Insolvenz anmelden.

    Ist doch immer der selbe Hype!

  4. Danke für die Übersicht, wer wie erfolgreich vertreten ist und dem Positiv-Beispiel.
    Prima Ergänzung für unsere Linksammlung: http://bit.ly/8KQyou

  5. Pingback: Slow Media Manifest, iPhone-App, Kritik, Pepsi: Weekender KW 01 - ethority weblog

  6. welches kriterium wurde eigentlich für das app-ranking genutzt? bewertung? anzahl der downloads?

  7. Pingback: Nicht ohne mein iPhone! | Cirquent Blog

  8. Pingback: links for 2010-01-07 « Das Textdepot

  9. 1) Das Produkt/Unternehmen muss für die ggw. iPhone-Nutzer potentiell interessant sein. -> Sonst wird die App gar nicht erst wahrgenommen
    2) Die App selbst muss (in Verbindung mit Unternehmen/Produkt) einen Nutzen bringen: -> Rezeptideen passt
    3) Die Umsetzung bzw. der Funktionsumfang der App muss überzeugen (Rezepte -> Einkaufszettel abspeichern (oder gar: hinzufügen!) ((oder das Paket online ordern)) oder Menüvorschlag….etc.

    Just my two pence….

  10. Das Gleiche gilt für Maggi. Die meisten Apps sind Schrott oder eine nettes Gimick, was aber langfristig nichts bringt. Da muss schon eine gute Idee kommen. App per se bringt erstmal nichts. Nutzwert ist hier höchste Priorität, nicht wie oben angedeutet, der „Spaßfaktor“…

  11. wobei man sagen muss, dass die Nespresso app wohl eher ein PR-Desaster ist, ich hab sie nur kurz angetestet, kann aber die Kommentare nachvollziehen, die sich beschweren, sie sei meilenweit von dem entfernt, was man als Kunde von Nespresso erwartet.

    Also lernen wir: Ja, kann eine gute PR-Idee sein, WENN die App den Erwartungen entspricht, die man mit der Marke verbindet. Im Fall Nespresso wage ich zu sagen, dass die App tendenziell die Marke beschädigt – und das, wo die Überschneidung zwischen iPhone-Nutzern und (potenziellen) Nespresso-Kunden nicht winzig sein dürfte, beide Marken in einer ähnlichen Nische positioniert sind.

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