Privat vs. Public – SMCHH bei Xing

By ethority - social media intelligence team
In November 27, 2009

Am gestrigen Abend war es wieder soweit für den Social Media Club Hamburg. Mit der Xing AG als Gastgeber und der Lösung vom Frontalunterricht gab es gleich mehrere Änderungen im Vergleich zu vorherigen Events.  Lars Wehmeyer als Moderator hat das Panel mit Dr. Stefan Groß-Selbeck (Vorstandsvorsitzender der Xing AG), Oliver Ueberholz (Founder & CEO der Mixxt GmbH) und Stephan Mosel (Head of Community Management der Qype GmbH) angeführt.

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Werden wir online alle zu Personen des öffentlichen Lebens? Im Zusammenhang mit dieser Frage wurde vor allem das Reputationsmanagement thematisiert. Dieses bezieht sich nicht nur auf Unternehmen sondern auch auf Privatpersonen. Personalverantwortliche durchsuchen bei der Wahl eines Bewerbers gezielt das Netz. Das ist zwar noch längst nicht in allen Branchen so, weist aber eine steigende Tendenz auf. Warum also nicht proaktiv handeln und seine Vorteile hervorheben? Im Umkehrschluss stellt sich aber die Frage: Muss jeder ein Stück Privatleben aufgeben, um Chancen zu haben?

Entscheidend ist, wie privat man wird und wo man für sich die Grenze setzt (so Mosel). In Bezug auf die Plattformen gibt es dabei durchaus Unterschiede. Einige sind stärker am privaten Gebrauch orientiert und andere eher am beruflichen, wobei Überschneidungen aber nicht auszuschließen sind. So wird das Businessnetzwerk Xing teilweise zur Baggerwiese oder, wie es einige SMCHH-Twitterer liebevoll bezeichnen, #XINGleboerse.

Einen wesentlichen Diskussionspunkt bietete auch der Generationswandel. Wird die Schmerzgrenze bei Jugendlichen, die bereits im medialen Zeitalter aufwachsen, sinken? Oder werden ihnen, die in jungen Jahren so freizügig preisgegebenen Informationen irgendwann peinlich sein oder sogar zum Verhängnis werden? Obwohl sich die Diskussionsteilnehmer und das Publikum nicht ganz einig waren, wurden doch ein paar sehr interessante Projekte angeschnitten. So gibt es einige Schulen, in denen Jugendliche die mediale Kompetenz mit Hilfe eigens dafür eingerichteter und durch Eltern oder Lehrer beaufsichtigter Plattformen erlernen können.

Fakt ist: das Internet bietet enorme Chancen für den beruflichen und privaten Bereich, die die potentiellen Risiken bei weitem überragen (so Groß-Selbeck). Problem hingegen ist nur, wie Ueberholz darstellt, dass die Möglichkeiten des Internets noch nicht im Bewusstsein der Menschen angekommen sind (wie wahrscheinlich ein “Bustest” belegen würde).

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Auch nach dem Panel ging der Abend weiter. Xing bot ein reichhaltiges Angebot an Häppchen und Getränken, die das Networking versüßten. Die Panelteilnehmer stellten sich unterdessen noch einigen Fragen. Die mit ethority gedrehten Interviews gibt es demnächst auch auf diesem Blog zu sehen.

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