Geldverdienen mit Social Communitys

By Alexander Becker
In Oktober 12, 2009

Es ist die Gretchen-Frage des Web 2.0: Wie kann man mit Social Communitys Geld verdienen? Obwohl erst wenige Verlage im Segment der Netzwerke so richtig Aktiv sind, hat sich trotzdem der Verband Deutscher Verleger dieser Frage angenommen und mit Unterstützung von der Adtellingence eine Studie zu diesem Thema durchgeführt. Das White Paper „Monetarisierung von Social Networks im Internet – Geldverdienen mit Vitamin B!“ soll „umfassend“ alle „bestehende und künftige Geschäftsmodelle für Social Networks“ analysieren. Bei dieser Beschreibung haben die Macher sicher ein wenig geflunkert. Trotzdem sind sie zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Hier die wichtigsten Resultate:

• Social Networks werden ihre Dominanz im Internetbereich weiter ausbauen
• „Gewinnen“ werden dabei die Innovationsführer, die gleichzeitig und frühzeitig
geeignete Erlösmodelle und innovative Features eingeführt haben
• Für bestimmte spezialisierte Social Networks werden Freemium und pay-as-you-go-
Modelle attraktive Erlöschancen bieten
• Für die großen Social Networks wird Werbung langfristig die wichtigste Säule bleiben
• Vor allem durch sozio-psychographisches Targeting können Werbekunden
interessante Zielgruppen geliefert und bereits heute attraktive Umsätze erzielt
werden.
• Letztlich bietet sich Targeting auch zur Optimierung des gesamten Social Networks
an – die Entscheidungsfindung, welchem Nutzer welche Inhalte (News,
Entertainment & Games) und Informationen geliefert werden, kann durch Targeting
deutlich effizienter gestaltet werden.

Bei der besonderen Erwähnung von sozio-psychographisches Targeting, muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass Adtelligence.de genau darauf spezialisiert ist. Neben den interessanten Ergebnissen hat dieser Punkt ein gewisses Geschmäckle.

3 Comments

  1. Hallo Alexander!

    Das Ergebnis der Studie war nicht, dass Targeting alleine die Lösung ist.

    Vielmehr wird es für jedes Social Network darauf ankommen ein Bündel aus verschiedenen Bausteinen für das Geschäftsmodell zusammenzustellen. Der Knackpunkt wird in der richtigen Kombination liegen.

    Targeting ist eben nur ein einfacher Schritt, da Werbung sowieso schon von allen gemacht wird.
    Meiner Meinung nach kommt es dann darauf an zu schauen, welche Zielgruppe das Social Nework hat. (Schüler können nicht mit Kreditkarte zahlen und man will ja den Kindern nicht das Taschengeld wegnehmen etc.) um danach zu entscheiden, ob man die Nutzer direkt oder indirekt monetarisiert. Die Nutzer sehen ja irgendwie schon ein, dass der Betreiber zumindest seine Kosten decken muss.

    Direkt = Gebühr a la Xing, Virtuelle Güter und Währungen und Games oder eben indirekt = Werbung, Marktforschung und eCommerce etc.

    Gestern habe ich über das Thema bei den Medientagen in München gesprochen. Da werde ich mal die Präsentation nächste Woche auf unsere Homepage laden ..
    Grüße aus Mannheim
    Michael

  2. Das Paper kann man hier bestellen:
    http://www.vdz.de/newmedia-publikationen.html#c3608

    Allerdings nur gegen eine Schutzgebühr.

  3. Klingt spannend, gibt es denn die Studie irgendwo zum Download?

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