How To: Erfolgsrezepte von Viral Clips

By ethority - social media intelligence team
In September 3, 2009

Nicht erst seit gestern ist klar, dass das Internet gegenüber den alten Medien wie Fernsehen und Hörfunk immer weiter an Bedeutung gewinnt, indem es deren Funktionen wie die Bereitstellung von Bild- und Tonmaterial integriert und gleichzeitig eigene Mehrwerte wie User Generated Content bietet. Eine logische Konsequenz daraus ist: Wo sich ein großes Publikum tummelt, sind auch Werbebotschaften gut aufgehoben. Eine Werbeform, die die Interaktivität des Mediums Internet im Optimalfall als kostengünstigen Erfolgskatalysator verwendet, sind Viral Spots.

Das Werber-Blog adage.com veröffentlicht dazu wöchentlich die Top Ten der erfolgreichsten, also am häufigsten geklickten, Viral Spots. Was muss nun also ein Viral Spot bieten, um sich tatsächlich als Selbstläufer von User zu User zu verbreiten?

Auch wenn es hierfür wahrscheinlich nie ein generelles Erfolgsrezept geben kann, lässt sich aus der AdAge Top 10 einiges ableiten.

Dauer

Über diesen Punkt lässt sich kaum streiten. Für die Verbreitungsrate eines Spots ist es von Vorteil, wenn er in relativ kurzer Zeit die gewünschte Botschaft prägnant vermitteln kann. Wer nimmt sich schon die Zeit, sich in der Mittagspause einen halben Spielfilm anzusehen, um ihn danach dem eigenen Netzwerk zu empfehlen.

Technischer Aufwand

Dieser Faktor stellt sich schon kritischer dar. Bei einer atemberaubenden Idee oder einem solchen Konzept für einen Spot kann auch eine Low-Budget-Produktion, die mit wenigen technischen Mitteln umgesetzt wurde, erfolgreich sein. Die AdAge Charts prägen allerdings das Bild, dass es mittlerweile vor allem die technisch und konzeptionell hochwertigen Produktionen sind, die die Aufmerksamkeit der User auf sich ziehen wie z.B. der dieswöchige Spitzenreiter von Evian mit seinen rollerskatenden Babys zeigt.

Originalität des Inhalts

Der Erfolg von Viral Clips beruht im Grunde auf einem ureigenen menschlichen Reflex: Eindrücke, die unsere Gefühle auf außergewöhnliche Weise ansprechen, möchten wir als soziale Wesen mit anderen teilen. Dabei ist es zweitrangig, welche Gefühle angesprochen werden. Skatende Babys und Kinder, die Gesichtsakrobatik aufführen, erfreuen uns gleichermaßen wie sie uns faszinieren. Ist ein Spot faszinierend genug, verbreitet er sich sogar viral, wenn er ganz offensichtlich ein Werbespot ist, der ein neues Produkt bewirbt wie der Spot der Microsoft Xbox deutlich zeigt.

Die Liste der Erfolgsfaktoren ist sicher endlos erweiterbar und kann gern in den Kommentaren weitergeführt werden.

Der Erfolg eines Viral Clips für den Absender des Videos bemisst sich aber nicht nur durch die Views. Wichtig für Werber ist vor allem: Wird die Werbebotschaft dem Zuschauer vermittelt?
Aus dem AdAge Ranking lässt sich der Trend hin zur Absender-Transparenz ableiten. Nur ein Clip verzichtet komplett auf die Einblendung eines Firmenlogos, Microsofts Megawoosh. Allerdings wurde der Absender auch bei diesem Clip bald nach Veröffentlichung preisgegeben, da eine eingeblendete Web-Adresse am Ende des Clips auf eine spezielle Produktseite von Microsoft führt.

Eines zeigt sich durch all diese Viral Spots deutlich: Essentiell ist die Einzigartigkeit und das Diskussionspotenzial des Dargestellten. Nur so wird aus einem Werbespot ein Viral Clip.

Auch die Autoren von AdAge selbst haben sich mit den Erfolgsrezepten von Viral Clips auseinander gesetzt. Das Resultat gibt es natürlich – wie sollte es anders sein – in Form eines Videos zu begutachten.

Leave A Comment