Social Media-Bestattung: Live-Twittern vom letzten Geleit

By Alexander Becker
In Mai 19, 2009

Es ist unterirdisch und hat doch seinen ganz eigenen Reiz: Kimberly Hoppe, die 28-jährige Klatsch-Reporterin der „Abendzeitung“, hat am Montag ein „interessantes“ Experiment gewagt. Sie zwitscherte live von Trauerfeier des ehemaligen Plattenbosses und Bertelsmann-Managers Monti Lüftner. Dabei gelingt ihr ein kruder Mix aus peinlichen, interessanten und unfreiwillig komischen Statusmeldungen. Die Berichterstattung beginnt mit den Tweet:

„Beerdigung Monti Lüftner. Alle Promis schauen sehr, sehr traurig – auch die Fotografen tragen Schwarz. Wolfgang Seybold schluckt.“

Zum Schluss verzeichnet sie: „@ebs Mir muss gar niemand das iPhone wegnehmen. Akku ist gleich leer und die Monti-Beerdigung ist jetzt vorbei #Bussi-Tussi“

Hier eine Auswahl der Tweets, die dazwischen liegen:
hoppe-4
hoppe-1
hoppe-2

Einen Tag später zwitschert Hoppe trotzig: „Danke meinen schnuckligen 200 Followis mit nem dicken Extra-Schmatz! Totz Monti-Beerdigung-Liveticker-Häme seid Ihr treu und mehr denn je!!“

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0 Comments

  1. Pingback: Die Social-Media Bestattung › grabauf-grabab

  2. Was mir gerade noch einfällt. Gab es zu den Tweets von der Bestattung eine Erlaubnis? Das ist doch dann auch Berichterstattung die bei so etwas inzwischen verkauft wird. Oder ist der Bereich noch offen?

  3. Von einer Bestattung zu twittern finde ich markaber. Andererseits, warum nicht? Das wird sich sicher irgendwann durchsetzen, besonders weil die Leute ja online ihre Identität haben.

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  5. Pietätlos.

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