„Wir“, „gemeinsam“: Deutschlands Werbeslogan fordern mehr Kunden-Partizipation

By Alexander Becker
In April 8, 2009

Die Unternehmen sprechen von mehr Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Ein neues verbales Wir-Gefühl ist der aktuelle Trend in Deutschlands Werbeslogans. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Werbetrends 2009“ von Slogans.de und dem Trendbüro.

„Das „Wir“ setzt sich als Erfolgsprinzip in der Werbesprache durch. Die Forderung nach mehr Partizipation und Verantwortungsgefühl zeigt sich an der Häufung von Begriffen wie „gemeinsam“, die von 1,8% in 2004 auf 7,4% in 2008 zugenommen haben. In diesem Zuge kehrt auch die englische Sprache als internationales Bindeglied zurück. Das englische Wort „We“ gehört dieses Jahr erstmals zu den Top-15 der meistverwendeten Wörter in deutschen Werbeslogans“, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie.

Trendbüro-Chef Peter Wippermann ergänzt: „Kooperation und Offenheit spielen zukünftig eine zentrale Rolle in der Beziehung zum Kunden. Das Wir gewinnt. Auch in der Werbesprache.“

Auch die Zeit von „Geiz ist Geil“ und anderen Billig-Kampagnen ist nach Meinung der Studie vorbei: „Die Produktqualität rückt wieder ins Zentrum der Werbeversprechen.
Eine weitere wichtige Entwicklung in der Werbesprache ist der Verweis
auf Qualität“, verraten die Macher. Sie sehen eine Rückbesinnung auf Authentizität, Güte und ein Preis-Leistungs-Prinzip. „Der Anteil an Markenslogans mit konkreten Qualitätsversprechen ist von 9,5% in 2004 auf 28,8% in 2008 stark angestiegen. Zu beobachten ist außerdem, wie Unternehmen ihre Kommunikation auf die Turbulenzen der Finanzkrise anpassen: die einen durch eine verstärkt vernünftige, rationale Tonalität, die Leistungsversprechen an Effizienz koppelt. Die anderen durch das Versprühen von zuversichtlichem Optimismus mittels innovativer, spaßorientierter Wortkreationen.

Slogans.de und das Trendbüro untersuchten 5.196 Markenslogans aus 35 Branchen, die zwischen Anfang 2004 und Ende 2008 neu eingeführt wurden.

Die Studie gibt es bei Slogans.de
Hier lässt sich schon einmal das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort einsehen.

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  1. die studie heißt „werbetrends 2009“, nicht „webtrends“

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