Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – Neue Erlösmodelle für Social Networks

By ethority - social media intelligence team
In März 11, 2009

Vielen Social Networking Plattformen fällt es – trotz hoher Nutzerzahlen – schwer, Gewinne zu erwirtschaften. Denn die meisten von ihnen waren von Beginn an kostenfrei nutzbar. Die Gefahr viele Stamm-User zu verlieren wäre sehr groß, wenn plötzlich versucht würde, das zu ändern. Und das Anbieten von Werbeflächen allein reicht nicht immer aus, um schwarze Zahlen zu schreiben.

Vor allem US Networks experimentieren jetzt mit einer alternativen Einkommensquelle: Digital Goods. Das ist Ware, die nicht physisch existiert, sondern auf die ausschließlich digital zugegriffen werden kann. Auf Facebook sind solche Digital Goods zum Beispiel kleine Geschenke in Form von virtuellen Bildchen, die man ab 1$ pro Stück einem Freund an die Pinnwand pinnen kann.

screenshot-facebook-geschenke

Problematisch ist allerdings oft die Abrechnung. Die Digital Goods können in der Regel nur via Kreditkarte bezahlt werden. Da aber ein nicht unerheblicher Teil der User – besonders in der Kernzielgruppe – keine eigenen Kreditkarten besitzen, stellen schon die Grundvoraussetzungen eine kaum überbrückbare Zugangsbarriere dar. Das schmälert mögliche Einnahmen.

Für dieses Problem hat jetzt das US-amerikanische Networking Portal Hi5 eine Lösung gefunden. Dieses ist kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Bezahlsystem Paymo getreten. User müssen ihre Handy-Nummer, ihr Land und ihren Mobilfunkanbieter auf der Website von Hi5 eintragen und daraufhin erhalten sie eine SMS von Paymo, auf die geantwortet werden muss. Digital Goods, die sie  jetzt kaufen, werden bequem über die Mobilfunkrechnung abgerechnet.

Dieses Beispiel könnte Schule machen, auf andere Dienste übertragen werden und eine lang angestrebte Entwicklung weitertreiben: User zahlen für Leistungen, die sie im Internet erhalten.

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