Erfolg durch User ROI. Welchen Mehrwert haben Marken in Social Media für den User.

By ethority - social media intelligence team
In März 9, 2009

Social Media Marketing funktioniert nur, wenn der User einen echten Mehrwert als Entlohnung für sein Engagement erhält. Das bedeutet: Die Interaktion mit der Marke auf den nutzergenerierten Kanälen muss einen messbaren ROI für den User haben, damit Marketing in diesem Bereich Erfolg hat. Daher versucht sich Tom Smith in seinem Post an einem Perspektivwechsel. Es geht nicht um den Mehrwert von Social Media für Unternehmen, sondern um den Mehrwert für? User, welcher aus den Social Media Aktivitäten großer Brands resultiert. Smith leitet acht Vorteile für den Konsumenten durch Social Media Marketing her:

1. Social Media kann aus der Black Box Marke der Vergangenheit einen transparenten Dialogpartner machen. Social Media ermöglicht es dem User im besten Fall einen Blick hinter die Kulissen einer Marke zu werfen.

2. Social Media trennt schlechte Produkte von guten Produkten. Dank Social Media wird es für den User einfacher, sich vor dem Kauf über die Qualität des jeweiligen Produkts zu informieren.

3. Social Media ist ein perfekter Kanal für den Kundenservice. Comcast, Dell und Southwest sind nur ein paar gute Beispiele. Grundsatz für Marken sollte es sein, sich dort aufzuhalten, wo sich auch die Zielgruppe aufhält, um immer für den Kunden da zu sein.

4. Social Media bezieht den User mit in die Produktinnovation ein. Das Stichwort heißt Crowdsourcing und verspricht bessere Produkte. Tchibo, Dell und Procter & Gamble zeigen wie man den Kunden mit in die Produktentwicklung einbezieht.

5. Der User entscheidet, ob er mit dem Brand in eine Interaktion tritt. Im klassischen Online Marketing hatte der User keine Entscheidungsgewalt darüber, ob er mit einer Markenbotschaft bombardiert werden wollte oder nicht.

6. Social Media Bemühungen großer Brands sind eine Voraussetzung für eine kostenlose Nutzung von Facebook & Co. Für eine kontinuierliche Verfügbarkeit und Verbesserung von Social Media Plattformen benötigen die Betreiber Geld. Geld, welches durch eingebuchte Marketingkampagnen großer Marken erwirtschaftet wird.

7. Große Unternehmen haben interessante Geschichten zu erzählen. Marken wie Daimler oder Coke haben sicher einiges zu erzählen und bieten Kunden sicherlich echten Mehrwert.

8. Erst der User erweckt die Marke in Social Media zum Leben. Bei den User Gesprächen über Brands ist es aber völlig unerheblich, ob die Marke sich aktiv engagiert oder nicht, gesprochen wird über den Brand in jedem Fall.

Am Ende wird es deutlich: Social Media Marketing bzw. aktive Marken in Social Media bieten den Usern einen wirklich zählbaren Mehrwert. Angefangen von der Transparenz über einen direkten Kundenservice bis zur Selbstbestimmung, welcher Markenbotschaft der User sich aussetzen möchte: User profitieren deutlich von dieser Markenkommunikation 2.0. Dieser User ROI ist der entscheidende Indikator für den Erfolg einer Marke in den nutzergenerierten Medien. Markenkommunikation stiftet im Bereich Social Media also einen gegenseitigen Mehrwert – für den User und für den Brand. Dieser gilt aber nur, wenn sich Marketer auch an den oben genannten Mehrwerten orientieren. Dabei sollten Schlagworte wie weitestmögliche Transparenz und Authentizität im Vordergrund stehen.

0 Comments

  1. Pingback: Social Media Fitness | ethority weblog

  2. Ein guter Beitrag, der die Formel zum Social Media ROI der Social Media Academy in sich trägt…

    „Contribution margin in currency generated from externally referred customers over cost in currency for human interaction and other costs to manage and engage in the human ecosystem= social media ROI“

  3. Hi David,

    der Artikel hat mir sehr gut gefallen. Schön finde ich zwei Punkte:

    1. Durch die Werbegelder der Firmen ist es erst möglich dem User kostenlos Services bereitzustellen! Da stimme ich dir voll und ganz zu. Ich denke, dass Bezahlplattformen, mal abgesehen von Xing etc., nicht die Lösung sein werden. Es wird auf einen Kompromis zwischen den Usern und den Werbetreibenen hinauslaufen. Es führt als zu nichts, die Werbetreibenden zu verteufeln, sondern es muss ein sanfter Mittelweg gefunden werden

    2. Es gibt Firmen, die es bereits vormachen wie es geht. Mir kommt es immer mehr so vor, als ob viele Firmen nicht skeptisch vor dem Medium sind, sondern regelrecht Angst vor dem User haben und deshlab nicht in den Dialog treten. Wie ich auch schon 1.000 Mal gesagt habe, es ist an der Zeit zu seinen Produkten und seinem Unternehmen zu stehen, mit gutem Service zu punkten und dann kann man auch angstfrei in den Dialog treten.

    VG

  4. liebe leser,

    so ein ausgezeichnetes netzwerk zur entwicklung von produkten hat auch brainfloor.com. einer open innovation plattform, von der ich ein großer fan bin. dort findet untereinbindung einer riesigen community – die daran interessiert ist ideen gegen honorierung abzugeben – die entwicklung von innovativen dienstleistungen und produkten statt. im gegensatz zu den oben genannten beispielen macht brainfloor.com das nicht für den selbstzweck sondern für fremde unternehmen

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