Twitter-Kritik: Google-CEO rudert zurück

By Alexander Becker
In März 5, 2009

Ein kleiner Satz, ein großes PR-Desaster: Jedes Jahr lädt die Investmentbank Morgan Stanley im Frühjahr zu einer kleinen Technologiekonferenz. Diesjähriger Stargast war Google-CEO Eric Schmidt, der dann auch gleich Tacheles redete. Beispielswiese glaubt er, dass die weltweite Krise bald jede Web-Company spüren werde. So weit, so unspektakulär. Dann nahm sich der 53-Jährige jedoch erst einmal den Microblogging-Dienst Twitter zur Brust. Über das Start-up sagte er: „Twitter ist die E-Mail des armen Mannes“. Rums das saß. Ein derber Spruch von einen ansonsten besonnen Manager.

Nach dem die kritischen Stimmen im Web nun immer mehr Gewicht bekamen, sah sich der Manager – ungewöhnlich für Google – zu einem Dementi genötigt. Er erklärte laut Henry Blodget: „IN CONTEXT IF YOU READ WHAT I SAID, I WAS TALKING ABOUT THE FACT THAT COMMUNICATION SYSTEMS ARE NOT GOING TO BE SEPARATE. THEY’RE ALL GOING TO BECOME INTERMIXED IN VARIOUS WAYS. PEOPLE WILL USE EMAIL, THEY WILL WANT TO USE TWITTER FACEBOOK, THEY WILL WANT TO USE THE OTHER FORMS.“

Seit der Twitter-kritischen Äußerung gibt es natürlich bereits wieder erst Spekulationen, ob es einen Zusammenhang zu möglichen Kaufverhandlungen zwischen Suchmaschine und Microblogging-Dienst gibt. Schmidts kleiner Seitenhieb könnte eine typische Frustreaktion sein. Achtung, jetzt reine Spekulation! Vielleicht zeigen sich die Twitter-Gründer in den Übernahmegesprächen ja störrischer als erwartet?

0 Comments

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  2. wie süß! Das erinnert mich an die Bild Schlagzeilen, wo alles hochgepusht wird 😀

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