Web-Suche: So wird Twitter zu einer echten Google-Gefahr

By Alexander Becker
In Februar 26, 2009

„Vergesst MSN und Yahoo. Die Twitter-Suche ist die größte Bedrohung, mit der sich Google auseinander setzten muss.“ So beginnt der wunderbare Blogpost von Patrick Altoft „If Google did Twitter search“. In seinem Text macht sich Altoft in fünf Schlagworten Gedanken darüber, wie Google die Twitter-Suche umbauen würde, um sie zu einer echten Web-Macht zu entwickeln.

Relevance
Altoft stellt fest, dass Twitter im Moment seine Suchergebnisse einfach nach Aktualität sortiert. So kann man – mit Glück – eine Nadel im Heuhaufen finden. Echte Suchmaschinen sind aber darauf trainiert die richtige Nadel in einem Haufen aus Nadeln zu finden. „The key is to look at the content of a status update and evaluate whether it is actually relevant to the query – if I want information about the latest plane crash then seeing a status update from somebody saying “anybody got an update on xxxxxx plane crash” is useless.“

RR (RetweetRank)
Der RetweetRank könnte eine Antwort auf Googles PageRank sein. Je wichtiger ein Twitterposting, umso häufiger wird es kommentiert oder geretweetet.

TrustRank
Google bewertet einen BBC- oder Wikipedia-Eintrag immer höher, als andere Inhalte. Egal, ob sie im Einzelfall richtig sind oder nicht. „A tweet from a twitter user with 20,000 followers should be trusted more than one from a brand new account.“

Ausnahme: Ein Nutzer muss auch Wissen worüber er schreibt. Wenn sich Demi Moore über Fußball auslässt, ist der TrustRank – trotz ihrer Tausenden von Followern – eher als gering anzusehen.

Conversation density
„What’s more important, a standalone tweet about a subject or a tweet that comes as part of a wider conversation between trusted users? Twitter needs to be analysing conversation threads to see exactly how important each status update really is.“

Universal search
Der Microblogging-Dienst sollte alle Links, die Twitter-User posten spidern und speichern. Wird ein Link häufiger erwähnt, steigt seine Relevanz. Diese Links ließen sich dann, als klassische Suchergebnisse, neben der Twitter-Suche anzeigen. So würde tatsächlich langsam ein ernstzunehmender Google-Konkurrent entstehen.

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  1. Auf jedenfall spannend zu lesen. Mal schauen was passiert.

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