Brand Community – mit Kunden sprechen

By ethority - social media intelligence team
In Januar 5, 2009

Einer der viel versprechendsten Lösungen für Unternehmen in Social Media werden sicherlich die Kunden Communities werden.

Jaffe Juice sieht es in seiner Prognose für 2009 ganz ähnlich: Communtiy becomes the Killer App – At crayon, we’re seeing marketers really beginning to invest in community-related efforts

Der Grund hierfür ist eigentlich klar. Natürlich bietet sich Social Media auch für einzelne Kampagnen an, aber es sollte im besten Fall nicht bei einer einzelnen Kampagne bleiben. Wer als Verantwortlicher für seinen Brand einen nachhaltigen Effekt im Bereich Social Media erzielen möchte, wird dieses nur mit einer längerfristig angelegten und kampagnenübergreifenden Kommunikationslösung erreichen. Eine Brand Community ist für diesen Zweck genau das richtige Mittel und diese Community kann dabei weit über den bloßen Marketingnutzen hinausgehen. Für die Produktentwicklung, die Marktforschung und den Sales wird ein echter Mehrwert geschaffen.

Aus dieser Perspektive scheint es nur allzu logisch, weshalb die Community-Lösung im Bereich des Unternehmenseinsatzes von Social Media einer der aussichtsreichsten Herangehensweisen sein wird. Doch bei dem Einsatz einer solchen Kommunikationslösung, sollten die Verantwortlichen ein paar wichtige Spielregeln berücksichtigen.

Partizipation – den Kunden nicht alleine lassen

Wer aber meint, der Kunde und Community-User würde ganz von alleine die Kommunikation führen, der irrt. Das bloße Vorhandensein einer Plattform ist eben bei Weitem noch kein Garant für den Erfolg. User wollen auf einer solchen Plattform Informationen über die Marke finden, die sie sonst nirgends bekommen würden. Darüber hinaus wollen sie dort mit ihrer Lieblingsmarke bzw. mit den Menschen, die hinter ihr stehen, kommunizieren. Brandspezifische Communities bieten sich deshalb wie fast kein zweiter Ort dafür an eine intensive Kundenloyalität zu erzeugen.

Humanisierung – nicht die Marke, sondern der Mensch muss kommunizieren

Der User will auf Brand Communities gerade mit den Menschen hinter der Marke kommunizieren und nicht mit einer gesichtslosen Marke. Gerade die Diskussion zwischen Menschen macht in Social Media aus, dieser Umstand gilt daher auch für den Unternehmenseinsatz. Unternehmen die im Bereich im Bereich Social Media aktiv werden, müßen darauf achten das echte Mitarbeiter über diese Kanäle mit ihren Kunden kommunizieren.

Rückkanalnutzung – Reden und Zuhören

Social Media ist der richtige Ort dem Kunden zuzuhören, dabei sollte es aber möglichst nicht bleiben. Unternehmen, die den Bereich Social Media für ihre Zwecke nutzen, sollten auch mit ihren Kunden und Usern in Kommunikation treten. Das Zuhören alleine hat sicherlich einen hohen Wert, doch ist diese passive Herangehensweise nur die eine Seite der Medaille. Um den maximalen Nutzen aus einer Social Media Initiative zu ziehen, darf die aktive Kommunikation mit dem Kunden nicht vernachlässigt werden. Nur durch die direkte Kommunikation mit dem Kunden lassen sich zielgerichtete Diskussionen erzeugen. Solche Diskussion können von der Produktverbesserung bis zur Kampagnen-Optimierung durch Unternehmen genutzt werden.

Vielleicht sehen wir in Deutschland 2009 auch Lösungen wie die von Starbucks oder Dell. Aus welchem Grund sollten Kommunikationsverantwortliche in Deutschland mit der Initiierung von Social Media Kunden Communities warten? Der Mehrwert einer Brand Community ist nicht zu übersehen. Gerade in Zeiten angespannter Budgets sollten diese vergleichweise günstigen und dabei sehr effizienten Social Media Tools aktiver Bestandteil einer modernen Unternehmenskommunikation sein.

0 Comments

  1. Ich denke bei Dell an Deinen Link, aber auch an ideastorm (http://www.ideastorm.com/). Was den Aufwand der Kundenbetreuung im Online Bereich angeht, sehe ich keinen Unterschied bei großen und kleinen Unternehmen. Ganz im Gegenteil sehe ich bei kleineren Unternehmen aufgrund ihrer Struktur eher einen Vorteil.

    Ich geben Dir Recht, Dell hat bei den der angebotenen Produktvielfalt und der riesigen Anzahl von Kunden sicher einen größeren Aufwand im Bereich ihrer Brand Communities. Dadurch haben aber kleiner Unternehmen mit weniger Kunden logischer weiser auch einen geringeren personellen Aufwand in diesem Bereich.

    Hier erstmal eine kleine Auswahl von Brand communities:

    http://www.harley-davidson.com/wcm/Content/Pages/Experience/experience.jsp?locale=en_US

    http://nikeplus.nike.com/nikeplus/?locale=de_de

    http://www.nutellaville.it/

    http://de.playstation.com/home/

    http://www.puschkin.de/

    http://www.ambassador.makersmark.com/LogIn.aspx?url=/Default.aspx

    http://www.maggi.de/Rezepte/?sid=c4b3b8a7-4e31-4157-b42e-5831d594af6c

  2. ich sehe das genau so. könnt ihr aber noch ein paar beispiele anhängen welche unternehmen schon in der richtung was machen ? DELL und Starbucks und sonst ? Meint ihr bei DELL den Interactive Community Teil (http://en.community.dell.com/) ?

    Und: Wie sollten kleinere Unternehmen hier arbeiten ? Ich meine DELL kann es sich leisten mal 10-15 Mitarbeiter für die Community abzustellen. Aber kleinere Unternehmen können evtl. 1-2 Mitarbeiter für sowas zur Verfügung stellen.

  3. Pingback: Social Media 2009 « Nummer 15

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