Google,Yahoo, Microsoft wollen mehr Meinungsfreiheit im Web

By ethority - social media intelligence team
In Oktober 28, 2008

Die drei großen Technologieriesen Microsoft, Google und Yahoo haben wohl beschlossen, der Forderung nach der weltweiten Meinungsfreiheit im Netz mehr Nachdruck zu verleihen. Die teilnehmenden Unternehmen werden sich in Zukunft an feste Prinzipien halten, die den Datenschutz und die freie Meinungsäußerung im World Wide Web betreffen. Mit Vodafone und France Telecom haben sich jetzt auch zwei europäische Unternehmen dieser Initiative angeschlossen. Das Wall Street Journal meint dazu:

Under the new principles, which were crafted over two years, the technology titans promise to protect the personal information of their users wherever they do business and to “narrowly interpret and implement government demands that compromise privacy,” according to the code. They also commit to scrutinizing a country’s track record of jeopardizing personal information and freedom of expression before launching new businesses in a country and to discussing the risks widely with their executives and board members.

Ganz schön hohe Standards für Unternehmen, die es in der Vergangenheit nicht so wirklich genau mit der Meinungsfreiheit und dem Datenschutz in bestimmten Ländern genommen haben. So hatte Yahoo im Jahr 2005 persönliche Daten eines chinesischen und regimekritischen Journalisten an die Pekinger Behörden weitergeleitet. Die Folgen waren 10 Jahre Haft für den Journalisten Shi Tao. Und auch Google schien den Datenschutz in der Vergangenheit nicht immer an vorderste Stelle gesetzt zu haben, wie dieser Inder zu spüren bekam. Schließlich ist MSN in diesem Bereich auch schon aufgefallen.

Man darf wirklich gespannt sein, wie hoch die Messlatte für China etc. im Bereich der freien Meinungsäußerung gelegt wird. Die Idee, die dahinter steht, ist sicherlich wundervoll, aber ob sie den Herausforderungen der Praxis standhält und im alltäglichen Geschäft immer Bestand haben wird, bleibt sicherlich abzuwarten. Schließlich wäre ein zensurfreier Raum für manche bestehenden Regimes der Anfang des Untergangs.

Morton Sklar von Human Rights USA kommentiert die Initiative wie folgt:

“It is really very little more than a broad statement of support for a general principle without any concrete backup mechanism to ensure that the guidelines will be followed.”

Man kann nur hoffen, dass diese Initiative kein zahnloser Papiertiger bleibt.

3 Comments

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  2. Bleibt zu hoffen, dass es nicht bei einer Absichtserklärung bleibt…

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