MySpace Music kommt gut an – ein Weg zur erfolgreichen Social Media Vermarktung

By ethority - social media intelligence team
In Oktober 6, 2008

Das neue Angebot des amerikanischen Netzwerkriesen MySpace und der Musikindustrie scheint ordentlich zu brummen. Letzte Woche erreichte das Online Music Joint Venture mit seinem Angebot MySpace Music Zugriffszahlen im Milliarden-Bereich. Seit dem 25. September wurden über das neue Musikportal über eine Milliarde Songs mittels Streams durch die User abgerufen.

Beeindruckende Zahlen für einen Service, der eigentlich erst seit 14 Tagen im Netz steht. Für dieses Portal holten sich die MySpace Verantwortlichen wichtige Partner an Bord. MySpace bleibt wohl bei MySpace Music mit 60 % Hauptanteilseigener der Online Jukebox, doch die restlichen 40 % liegen in den Händen der wichtigsten Musiclabels, wie zum Beispiel EMI, Sony BMG Music Entertainment, Universal Music Group, Warner Music Group und The Orchard.

Das Businessmodell sieht wie folgt aus:
Labels make more money every time a song is streamed. 20 billion or so song streams are initiated per month on MySpace today (many of them from auto-plays when profiles are loaded). That number is going to go way, way up. Streams are calculated based on complicated contracts that look at full plays and partial plays, so it’s nearly impossible to determine fees that will be paid to labels. But it’s certainly likely to be in the tens of millions of dollars annually, and possibly a lot more.
Labels also get a cut of ad revenue brought in to the joint venture, and when ringtones and downloads are sold they get a piece of that, too.
Some of this money may even make its way to the artists.
Indie labels are in a great position, too. They don’t have equity but they get paid for streams and downloads. And they have all the tools and promotion features that the big labels have. It appears to be an even playing field, and I’m already finding some great music from artists I’ve never heard of.

Was die Vermarktung von Online Marketing Angeboten betrifft, waren die Verantwortlichen sehr fleißig. MySpace Music konnte bisher McDonalds, Sony Pictures, State Farm und Toyota als Werbepartner gewinnen und dabei wird es sicherlich nicht bleiben. Die ersten Zugriffszahlen und das zukunftsweisende Geschäftsmodell werden sicherlich noch mehr Markenartikler dazu bewegen auf dem neuen Musikportal aktiv zu werden. Möglichkeiten gibt es sehr viele, z.B. von der einfachen Display Werbung bis zu gesponserten Gratisdownloads.

Das Fundament dieses Joint Ventures ist beeindruckend, denn MySpace Music vereint das reichweitenstärkste Social Network, das gleichzeitig eines der beliebtesten Music- Communities weltweit ist, mit den wichtigsten Major Labeln. Diese Marktmacht wird itunes in Zukunft sicherlich seine momentane Marktposition streitbar machen.

Leider ist dieses neue Angebot bisher nur in den USA voll nutzbar. In der ersten Stufe können die Nutzer via Stream ihre Lieblingstücke kostenlos anhören und in Playlists zusammenstellen. Diese Playlisten können die User dann mit Mediaplayern auf ihre Websites stellen oder in MySpace Profile integrieren. Im zweiten Schritt können die User dann DRM freie MP3 Dateien über Amazon kaufen und schließlich auch Konzerttickets und Merchandising der jeweiligen Künstler erstehen.

Dieses neue Angebot scheint für alle teilnehmenden Parteien eine WinWin Situation zu sein. MySpace schafft mit diesem Projekt eine aussichtsreiche Möglichkeit seine Community stärker zu monetarisieren und scheint auf den ersten Blick einen Weg gefunden zu haben seine Reichweite aus ökonomischer Sicht umzusetzen.

Die Majorlabels haben die Möglichkeit ihre Produkte der größten Music- Community weltweit vorzustellen und dabei eine gewaltige Menge an potentiellen Buzz für ihre Künstler zu generieren. Das produzierte Word of Mouth Marketing zahlt sich für die Musikindustrie in direkter Weise aus, denn die Musiclabels verdienen an jedem abgespielten Stream. Zur Abrechnung von Streams gesellt sich dann noch ein Anteil an den Werbeeinahmen von Myspace Music. Scheint also ein lohnendes Geschäft für die Labels zu sein.

Schließlich hat der User die Möglichkeit völlig kostenfrei seine Musik zu genießen. Der Musikfan greift mit MySpace Music sicherlich auf die größte gratis Musikbibliothek zurück, die es momentan im Netz gibt.

MySpace Music ist einer der spannendsten und vielversprechensten Business Ideen im Bereich der Social Media. Es scheint so, als hätten sich zwei Notwendigkeiten gefunden, um ihre gemeinsame Chance zu nutzen.

Ein Social Network, welches nach Wegen sucht seine immense Reichweite in bare Münze umzusetzen, und eine Industrie die nach neuen Wegen sucht mit ihrem Produkt wieder Geld zu verdienen. Diese beiden Notwendigkeiten bündeln sich schließlich in dem viel versprechenden Projekt MySpace Music. Die Idee klingt spannend und innovativ. Ich bin wirklich gespannt wann man dieses Angebot auch in Deutschland nutzen kann. Bis dahin bleibe ich wohl noch ein treuer itunes Kunde.

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