Erst zuhören dann reden – Social Media Monitoring

By ethority - social media intelligence team
In September 22, 2008

Die Euphorie um Social Media und das Entstehen von immer mehr Communities und Kommunikationsplattformen stellt den einzelnen Web 2.0 User vor ganz neue Herausforderungen. Mittlerweile wird es immer aufwendiger, alle diese neuen Kommunikationskanäle anständig zu betreuen. Ich persönlich bewege mich mittlerweile in 4 verschiedenen Netzwerken, u.a. bin ich auf Twitter aktiv und betreibe ein Weblog. Google und Mr. Wong haben zum Beispiel mit ihren Social Media Aggregation Plattformen, wie Socialstream oder Lifestream, bereits Lösungsansätze gezeigt, wie man in diesem Bereich den Überblick behalten kann. Brian Solis sieht aber in diesen Plattformen keine wirkliche Lösung:

While some services are attempting to aggregate and host these conversations through a personal, customizable dashboard supported by yet another complementary social network, the truth is that they only continue to fragment our attention as well as our ability to consistently participate in every community where our contribution may be beneficial.

Solis hat in diesem Punkt völlig Recht. Das Ziel kann es schließlich nicht sein, möglichst in vielen Netzwerken präsent zu sein und den dort entstehenden Content in einem zusätzlichen Angebot einzudampfen und dort darzustellen. Vielmehr sollte man sich mit der Contentproduktion auf die Communities beschränken, von denen man sich persönlich den höchsten Gewinn verspricht.

Eine Priorisierung der Netzwerkaktivitäten darf aber nicht bedeuten, dass man die restlichen Kanäle aus den Augen verlieren sollte. Eine aktive Teilnahme an Gesprächen in Social Media hört nicht bei der Erstellung von Content auf, das Beobachten, Zuhören und aktive Kommentieren ist mindestens genauso wichtig. Dieses gilt sowohl für den privaten, als auch besonders für den kommerziellen Bereich. Die nutzergenerierten Medien werden ein immer wichtigerer Bereich der Marken- und Unternehmenskommunikation. Das Cluetrain Manifest sprach schon im Jahr 2000 davon, dass in Zukunft Märkte durch Gespräche im Internet gebildet werden. Für Offline-Gespräche gilt das gleiche wie für Online- Gespräche, nur das Zuhören versetzt den Hörer in die Lage sich sinnvoll in ein Gespräch einzubinden.

Listening is also instrumental in the creation of new communications and service initiatives as well unearthing the specific conversations that matter to your brand – for gathering data and also discovering opportunities to respond.

Daher muss das Zuhören von Online-Gesprächen mittlerweile ein fester Teil von Marketingkampagnen der Unternehmenskommunikation und dem CRM werden. Denn nur wer den Inhalt von Gesprächen der digitalen Kommunikationsplattformen kennt, wird in der Lage sein auf Äußerungen von Konsumenten direkt reagieren zu können. Um sicherzustellen, dass den Ohren der Marketer und der Unternehmenskommunikation möglichst nichts entgeht, führt kein Weg an hoch entwickelten Social Media Monitoring Lösungen vorbei. Interessant ist hier Brian Solis Aussage bezüglich verschiedener Anbieter von Monitoring Lösungen:

To date, we used free and maybe paid tools such as Radian6, Nielsen, or BuzzLogic, to help us find keywords in blog posts and distinct dialogue within social and micromedia networks. But, there wasn’t anything that was dedicated to help us readily uncover the reactions to that content, specifically related to the comments within the general blogosphere.

Nun gut, was den Bereich der kostenlosen Monitoring Angebote betrifft, liegt Solis sicherlich richtig. Ob das Ausblenden von Blogkommentaren aber auch für hoch entwickelte Monitoringlösungen, die nicht gratis zu haben sind, zutrifft, wage ich zu bezweifeln. Zumindest für unser System gridmaster trifft dieses sicher nicht zu. Wir monitoren und analysieren für unsere Kunden in jedem Fall neben Forenthreads, Weblogs auch Blogkommentare.

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