Barack Obama bekommt von deutschen Internetnutzern ein schlechtes Zeugnis – die ethority US-Wahlkampfstudie 2.0

By ethority - social media intelligence team
In August 27, 2008

ethority hat rund 90.000 User-Meinungen aus Weblogs, Online-Foren und Newssites über die beiden US-Präsidentschaftskandidaten analysiert. Bei dieser Analyse wurden Beiträge aus dem deutsch-, englisch- und spanischsprachigen Raum ausgewertet. Das Ergebnis zeigt, dass der demokratische Kandidat Barack Obama im prozentualen Anteil der Gesamtgesprächsaufkommen in diesen Medien vor seinem republikanischen Konkurrenten liegt. Doch schneidet der Republikaner McCain im Bezug auf die Tonalität im deutsch- und spanischsprachigen Raum nicht deutlich schlechter ab als Obama. Im englischsprachigen Raum werden die beiden Kandidaten dagegen deutlich positiver bewertet.

Selten wurde so ausgiebig und intensiv in Deutschland über eine US-Präsidentschaftswahl gesprochen, wie über den aktuellen Wahlkampf in den USA. Ein zentraler Grund hierfür liegt sicherlich in der intensiven Nutzung beider Wahlkampflager von Web 2.0 Angeboten wie Weblogs, Online-Foren und Social Networks. Doch welche Wahlkampfthemen werden im Web 2.0 häufig besprochen und wie reflektieren die Internetnutzer diese Themen? Wie hoch ist das Gesamtgesprächsaufkommen im Web 2.0 – der so genannte Buzz – im Bezug auf die beiden Kandidaten? Gibt es in verschiedenen Sprachräumen Unterschiede in der Wahrnehmung beider Kandidaten und deren politischen Visionen?
Diese Buzz-Analyse zeigt, dass die US-Wahlkampfmanager den im Umbruch befindlichen gesellschaftlichen Medienkonsum antizipieren. Die nutzergenerierten Kommunikationskanäle werden besonders in den USA, aber auch im deutsch- und spanischsprachigen Raum intensiv zu politischen Diskussionen rund um die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl genutzt. Die veränderte Mediennutzung sollte auch deutsche Wahlkampfmanager auf den Plan rufen. Wollen die großen deutschen Parteien auch zukünftig ihre Wählergruppen erreichen, müssen sie den digitalen Kommunikationskanälen einen festen Platz in ihren Wahlkampfstrategien einräumen. Die digitale und nutzergenerierte Kommunikation bildet eine bisher noch nicht da gewesene Partizipationsmöglichkeit. Internetnutzer bewegen sich heute jenseits der Reichweitengrenzen klassischer Medien wie Print oder TV. War es in der Zeit vor dieser digitalen Kommunikation nur sehr schwer außerhalb klassischen Medien, Familie und Freundeskreis seine politische Meinung zu bilden, erweitert sich das willensbildende Forum durch YouTube & Co. exponentiell.

2 Comments

  1. Pingback: Themenblog » Blog Archiv » Wie Blogs und Co. den US-Wahlkampf verändern

  2. 50 % mehr Buzz als der der Pommeserzeuger klingen schonmal komfortabel.

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