StudiVZ- Mit Social Commerce in die Zukunft

By ethority - social media intelligence team
In August 4, 2008

Auf dem Netzökonom war heute ein sehr interessantes Interview mit Markus Riecke, dem CEO von StudiVZ, zu lesen. Der StudiVZ Chef gab Einblicke in seine Gedanken zur Vermarktungsfähigkeit von Social Networks:

In einem Umfeld privater Kommunikation stört Werbung, die den Nutzer von der Kommunikation abhält. Wir werden Modelle finden, in denen wir es schaffen, Werbung zu platzieren, die von den Nutzern gewollt ist.

Damit liegt Herr Riecke völlig richtig, denn Werbung in einem nutzergenerierten Umfeld darf den Unique Selling Point eines Social Networks nicht stören oder bremsen. Marketing muss die Kommunikation in Social Media stimulieren und im besten Fall sollten Marketingkampagnen dem User Kommunikationsplattformen zur Verfügung stellen. Wohin der Weg in der Zukunft gehen wird, zeigt  Riecke anhand einer Gruppe in StudiVZ:

Das beste Beispiel für ein funktionierendes Modell ist unsere Kooperation mit Brands4Friends. Diese Community-Vermarktung werden wir ganz stark ausbauen.

Mit dieser Strategie könnte StudiVZ Recht behalten. In einer Gruppe in der Markenprodukte erworben werden, präsentieren sich schließlich platzierte Produkthinweise, Empfehlungen und Aktionen einem viel größeren Publikum als bei den klassischen Werbeformaten im Onlinebereich. Die Netzwerkbetreiber sollten beherzigen, dass im Mittelpunkt eines solchen Netzwerks weniger eine störende Marketingkampagne steht, sondern vielmehr der Nutzer.

Das Prinzip von Brands4Friends ist schnell erklärt. Es können nur User, die von Gruppenmitgliedern eingeladen werden, in den Genuss einer Gruppenmitgliedschaft kommen. Diese Gruppenmitglieder können in dieser Gruppe dann Designermode zu stark reduzierten Preisen erwerben. Das hört sich gar nicht so spektakulär an, es ist es aber. Die Gruppe existiert seit September 2007 und hat bis heute bereits fast 100.000 Mitglieder.

Vor diesem Hintergrund skizziert Riecke die Vermarktungsstrategie der VZ Gruppe wie folgt:

Die Display-Werbung wird daher nur einen Sockel unserer Einnahmen ausmachen. Perspektivisch geht es um den Ausbau dieser Social-Commerce-Angebote.

Man darf darauf gespannt sein, wie erfolgreich StudiVZ seinen Vermarktungsplan umsetzen wird und ob sich der Erfolg einer Gruppe wie Brand4Friends wiederholen lässt. Hierbei ist eine wichtige Personalentscheidung von besonderem Interesse, denn seit dem 1. August steht ein neuer Mitarbeiter bei StudiVZ für den Bereich Vermarktung in der Verantwortung. Clemens Riedl, der vorher im Dienst des Tagesspiegels stand, soll in der Berliner Saarbrückerstrasse die Vermarktungsstrategien des Studentennetzwerks zukunftstauglich machen.

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