Kein AOL und Socialthing: Sandra Boss sucht via YouTube nach ihrer Tochter

By Alexander Becker
In August 3, 2008

Eigentlich wollte ich einen kurzen Blogeintrag über den AOL-Kauf von „Socialthing.com“ schreiben. Turi2, Paidcontent und Techcrunch berichteten darüber. Doch dann las ich bei Gulli.com die Geschichte von Sandra Boss. Die Mutter fleht in einem YouTube-Video ihren Ex-Mann an, ihre 7-jährige Tochter wieder freizulassen, die von ihm entführt wurde. Aus Frust über die ungenügenden Ermittlungserfolge des FBI, wendete sich Boss schließlich via YouTube an ihre US-Mitbürger. Die Mutter glaubt nicht mehr an den Erfolg von altmodischen Pressekonferenzen.

Gulli schreibt dazu, im Bezug auf eine Reuters-Meldung: „Dieses vermehrt auftretende Phänomen, Hilfe bei praktisch völlig unbekannten Menschen zu suchen, hat Andrew Lipsman, Chefanalytiker beim Medienforschungsunternehmen comScore untersucht. Seiner Meinung nach habe YouTube die Art und Weise verändert, wie Menschen nach Aufmerksamkeit und Sympathie für ihre Probleme suchen. “Ich denke ganz normale Leute haben dort ein gigantisches Potenzial an Zuschauern entdeckt. Eine Masse, die sie mit dem Fernsehen nie erreichen würden. Jeder kann Inhalte auf YouTube einfügen und damit möglicherweise mehrere Millionen Zuschauer gewinnen. Es ist zu einer Möglichkeit geworden, Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Sache zu lenken”, so Andrew Lipsman in einem Interview.“

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