g.ho.st – das etwas andere Startup

By ethority - social media intelligence team
In Juli 23, 2008

Am Montagmorgen stolperte ich über einen sehr interessanten Artikel in der Financial Times. Der Titel dieses Artikels war Peace for Pixels. Der Artikel stellte ein Startup aus dem Silicon Wadi vor. Dieses Unternehmen bietet seinen Kunden ein Betriebsystem an, das nicht an einen bestimmten Mac oder PC gebunden ist, sondern von jedem Internetzugang über einen Browser weltweit genutzt werden kann.
Dieser für den User kostenlose Service versetzt den User in die Lage auf seinem selbst zusammengestellten Browser- Desktop von jedem internetfähigen Computer zu zugreifen. Der Domainname von g.ho.st ist gleichzeitig auch Programm. So ist g.ho.st die Abkürzung für Global Hosting System. Der User kann über den palästinensischen Browser Desktop zum Beispiel seine Emails verwalten oder auch auf seine vorher abgelegten Word Dokumente zurückgreifen. Die Angebote, die man auf dem g.ho.st Desktop verankern kann werden von Tag zu Tag mehr. Um einen sicheren und komfortableren Zugriff für den Nutzer zu garantieren greift g.ho.st auf Amazon als Webhoster zurück. Der CEO von G.ho.st Zvi Schreiber gibt hier ein wenig mehr Einblick in die Idee hinter dem webbasierten Betriebssystem:

Neben der sehr viel versprechenden technischen Idee, die hinter g.ho.st steht, ist aber auch die Art und Weise wie das palästinensische Startup arbeitet sehr erwähnenswert. Die Idee von Schreiber bei der Gründung dieses Unternehmen war es neben dem kommerziellen Erfolg auch den friedlichen Dialog im Nahen Osten zu fördern. Das Start Up soll als ein Rolemodel zur Völkerverständigung in Palästina dienen. g.ho.st hat zwei Standbeine in der Region. Ein Büro befindet sich in der israelischen Stadt Modi’in und die andere Niederlassung befindet sich im palästinensischen Ramallah. Obwohl die Ortschaften geographisch nur eine theoretische Autostunde auseinander liegen, ist die Distanz, die der Konflikt zwischen Palästina und Israel entstehen lässt, physisch nicht ohne Weiteres überbrückbar. Um dennoch eine effektive Zusammenarbeit zu ermöglichen, gibt es zum Beispiel, eine Videostandleitung zwischen diesen beiden Büros.

Zvi Schreiber demonstriert, dass man den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis auch friedlich durch Kooperation lösen kann. Das Projekt g.ho.st zeigt auf seine Weise was für positive und hoch innovative Synergien durch eine solche Idee entstehen können.

2 Comments

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  2. sehr guter artikel , ich befasse mich auch mit dem thema ghost zur zeit .Ich moechte eine arbeit fuer die universitaet schreiben , die sich mit der architectur von ghost befasst .meine frage ist ob sie beim suchen etwas hilfreiches gefunden haben.

    mfg peitos

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