US- Marketer entdecken die Reichweite von Online Clips

By ethority - social media intelligence team
In Juli 18, 2008

Conde Nast scheint sich immer mehr für den Bereich Web 2.0 zu begeistern. Nun bringt der New Yorker Verlag sein Modeflaggschiff Vogue in Stellung. Ab August wird das Internetportal der Vogue in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Modekette Express eine Web Reality Show präsentieren. Ganz zielgruppengerecht können ab August die User des AOL Netzwerks Bebo und die User der US-Movie sowie die TV Plattformen hulu.com und veoh.com das Leben von 3 Models im Fashionbusiness verfolgen. Die Serie soll zwölf Episoden umfassen und wird auf der Plattform Vogue TV produziert werden. Conde Nast lässt sich dieses Projekt einiges kosten. Insgesamt sollen sich die Produktionskosten auf rund 3 Millionen Dollar belaufen, das macht einen Minutenpreis von über 30.000 Dollar. Angeblich lässt sich die US Modekette diese Kooperation einen Millionenbetrag kosten. Mit diesen Dimensionen nimmt dieses Kooperationsgeschäft einen absoluten Spitzenplatz im Bereich Web TV Produktionen ein. Die durchschnittlichen Etats in diesem Bereich des Marketings liegen bei 4500$, so die Ergebnisse einer Forrester Studie.
Für diesen riesigen Etat verspricht Conde Nast seinen spendablen Kunden allerdings auch einen Zugriff von 83.000.000 Impressionen in 3 Monaten über das Netzwerk Bebo. Das sind sehr ambitionierte Benchmarks die Conde Nast für dieses Projekt setzt. Um die genannten Zahlen zu erreichen hat sich der US-amerikanische Verlag eine sehr medienerfahrende Agentur mit ins Boot geholt. Die internationale Modelagentur IMF hat im Bereich Reality bzw. Castingshows fundierte Kenntnisse. So ist IMF mit an dem großen Erfolg der Prosieben-Sat1 Castingshow „Germanys Next Top Model“ verantwortlich. Auch in Deutschland scheint sich dieser Trend langsam zu etablieren. Das amerikanische Jeansimperium Levis sponsert die jüngst auf MySpace ausgestrahlte Web-Novela Candy Girls.
Die Model-Labels erkennen wohl nun verstärkt die Notwendigkeit ihre Marketingaktivitäten auf das Mediennutzungsverhalten ihrer Zielgruppe anzupassen. Neben den Printmedien bekommen das natürlich auch die TV Sender zu spüren. Gerade die junge Zielgruppe, auf die Levis oder auch Express mit diesen Kampagnen abzielt, ist nur noch schwierig im linearen Fernsehen zu erreichen. Diese Zielgruppe bevorzugt es ihr TV Programm selbst zusammenzustellen. Diese Entwicklung gilt im besonderen Maße für die USA, denn gerade Online Portale wie hulu.com zeigen wohin dieser Trend führt. Daher wird es für Marketingdepartments in Zukunft immer wichtiger werden auch im Web TV aktiv zu sein. Dass US Marketer diesen Trend schon erkannt haben zeigen die neuesten Zahlen von Emarkter. Die amerikanischen Marktforscher haben einen Anstieg der Ausgaben von 0,6 auf fast 1,35 Milliarden Dollar für diese Online Werbung mit Bewegtbildern auf dem US Markt feststellen können. Zahlen, die für sich sprechen.

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