FriendRank- Google entdeckt den Social Graph

By ethority - social media intelligence team
In Juli 7, 2008

Die Marketer können und wollen anscheinend nicht von den Social Media lassen. So zeigt die neueste Studie des Marktforschungsunternehmens Jupiter Research, dass 25 % der befragten Marketer für virale Kampagnen auf Facebook zurückgreifen würden, dicht gefolgt von Google und YouTube. Marketer müssen sich dabei aber immer noch auf den viralen Effekt und damit auf eine autarke Bewegung ihrer Werbebotschaft in den nutzergenerierten Medien verlassen. Eine besondere Herausforderung bei Online Kampagnen liegt darin spezifische User zu erreichen. Es sind hierbei gerade die User sehr wichtig, die über ein besonders hohes Influencer-Potential verfügen. Charlene Li (Forrester) spricht in diesem Zusammenhang von einem Social Graph:

What’s missing is marketing value based on how valuable I am in the context of my influence. For example, Steve Rubel is a highly influential person because he is an authority on social media, the people in his social graph tend to interested in his views, and they in turn have a great deal of authority as well.

Stimmt Charlenes Einschätzung, so hängt der Erfolg einer Social Media Kampagne nicht davon ab eine möglichst breite Masse an Usern anzusprechen. Um die Gefahr eines massiven Streuverlustes zu vermeiden, geht es vielmehr darum Influencer zu verfizieren und aktiv in virale Kampagnen einzubinden. Nur auf diese Art ist es möglich eine wirksame Markenpenetration, wie zum Beispiel mit Empfehlungsmarketing, umzusetzen.

Dem Problem der Verifikation von Influencern scheint sich mittlerweile auch Google zu widmen. So hatte nach Angaben von Nick O`Neill das Suchmaschinenimperium aus Kalifornien ein Patent angemeldet, welches zur Lösung dieses Problem beitragen könnte:

“A computer-implemented method for displaying advertisements to members of a network comprises identifying one or more communities of members, identifying one or more influencers in the one or more communities, and placing one or more advertisements at the profiles of one or more members in the identified one or more communities.”

Mit dieser Veröffentlichung beweist Google ein sehr gutes Timing. Erst letzte Woche wurde Kritik an der Umsetzung des Google MySpace Deals laut. So kam eine Studie von Pali Research zu überraschenden Ergebnissen. Die Studie der Unternehmensberatung stellte fest, dass Google einen großen Teil der Verantwortung für die schlechten Zahlen des News Corp. Netzwerkes trägt. Ein Analyst der Unternehmensberatung dazu:

“While everyone is blaming social networking as the culprit for Google’s MySpace monetization problems, the real problem is Google itself and its search algorithms for social networking”

Es scheint also, als ob Google mit diesem Projekt das Problem mit der Vermarktung von MySpace aktiv angehen will, denn wegen Orkut alleine werden sie dieses Patent sicherlich nicht angemeldet haben. Orkut ist schließlich auf Märkten aktiv, die verglichen mit dem Gesamtvolumen des Deals mit MySpace, nicht in der gleichen Liga spielen. Diese Initiative frindrank passt gut zur Strategie von Google. Besonders vor dem Hintergrund, dass sich der Google Chef Eric Schmidt zur Vermarktung von Social Networks wie folgt geäußert hat:

It is obvious that people spend a lot of time in social networks. I believe there will be some new advertising products, that will work, but I don’t think they are invented yet. We and others are working on social advertising products.

Google scheint sich somit verstärkt um eine langfristige Lösung des Problems zu bemühen. Es geht schließlich nicht darum, ob die Networks vermarktbar sind, sondern vielmehr wann dieses gelingt. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis Vermarkter die Reichweite dieses Mediums effizient umsetzen können. Googles Blueprints hierfür sehen wie folgt aus:

Leave A Comment