Die Venture Kapital-Krise

By Alexander Becker
In Juli 1, 2008

Die Anzeichen mehren sich: Das Silicon Valley geht schwereren Zeiten entgegen. Ein guter Indikator dafür ist das Verhalten der Venture Kapital-Firmen und die Anzahl an Start-up-Übernahmen und Börsengänge. Genau an dieser Front sieht es momentan mau aus.

Erick Schonfeld analysiert, dass es im zweiten Quartal 2008 zu keinem Börsengang eines Technologie-Unternehmens kam, an dem nicht auch ein VC beteiligt gewesen wäre. Das ist der schlechteste Wert seit 1978. Nur konsequent, dass selbst die National Venture Capital Association von einer Krise spricht. Letztes Quartal gab schon nur fünf Börsengänge mit einem Gesamtvolumen von 283 Millionen Dollar. Demgegenüber stehen noch 43 IPOs für das erste Halbjahr 2007 mit einem Gesamtvolumen von 6,3 Milliarden Dollar.

Aber auch bei den Übernahmen lahmt das Geschäft. Schonfeld: „The other exit avenue for startups, getting acquired, is also getting narrower. During the first half of 2008, there were 120 VC-backed M&A deals, compared to 169 during the first half of 2007. Those deals whose amounts were disclosed brought in $6 billion, compared to $8.5 billion in 2007. That is 42 percent less cash for venture investors.“

Eine Übersicht der wichtigsten deutschen Übernahmen im ersten Halbjahr 2008 lieferte heute noch Alexander Hüsing.

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